Erstellt am 27. Januar 2015, 15:06

von APA Red

HCB: Keine Grenzwert-Überschreitungen. Das Auftreten des Umweltgiftes Hexachlorbenzol (HCB) in Milch und Viehfutter aus dem Kärntner Görtschitztal hat seit November für Schlagzeilen gesorgt. Für das Burgenland könne man Entwarnung geben.

Das erklärten am Dienstag die Landesräte Peter Rezar (SPÖ) und Andreas Liegenfeld (ÖVP). In keiner der im Burgenland gezogenen Proben sei der Grenzwert auch nur annähernd erreicht worden.

Schlachtkörper von Rindern aus Betrieben im Görtschitztal würden bis auf Weiteres auf HCB untersucht, erläuterte Gesundheitslandesrat Rezar. Fleisch dürfe nur in Verkehr gebracht werden, wenn der Höchstgehalt von 0,2 Milligramm pro Kilogramm nicht überschritten werde.

HCB sei in den 1970er- und 1980er-Jahren fast überall - ob im Garten oder im landwirtschaftlichen Bereich - als Pestizid oder Fungizid verwendet worden, so Agrarlandesrat Liegenfeld. Bedingt durch diese frühere Anwendung geben es "teilweise ganz geringe Spurenelemente von HBC" im Boden, wobei die Aufnahme durch die Wurzeln viel geringer sei als in Kärnten, wo der Schadstoff über die Luft verbreitet wurde. Deponien, in denen Blaukalk gelagert werde, gebe es im Burgenland nicht.