Erstellt am 25. Februar 2014, 13:01

Urabstimmung: Steindl gibt sich kämpferisch. Zwei Monate vor der Urabstimmung über den ÖVP-Spitzenkandidaten für die nächste Landtagswahl gab sich am Dienstag Parteiobmann Landeshauptmannstellvertreter Franz Steindl kämpferisch.

VP-Chef Steindl: Seine Entscheidung ist noch ausständig.  |  NOEN, Foto: BVZ
Kritiker hätten bis Montag ihre Chance gehabt, gegen ihn anzutreten: "Der Zeitpunkt ist vorbei", sagte Steindl vor Journalisten am Rande der ÖVP-Klubklausur in Gols.

Noch nie so viele innerparteiliche Diskussionen

"Es gibt Bewegung in der ÖVP und ich freue mich", meinte der Parteiobmann. Noch nie habe es so viele Diskussionen - auch innerparteilich - gegeben, wie vor der Urabstimmung am 27. April.

27.272 ÖVP-Mitglieder seien nach vorläufigem Stand dabei wahlberechtigt. Er gehe "mit sehr viel Optimismus in diese Auseinandersetzung, in diese Wahlwerbung." Man werde sehen, was am 27. April herauskomme.

Steindl: "Lasse mich überraschen"

Auf ein Ergebnis, das man anpeile oder auf Erwartungen hinsichtlich der Wahlbeteiligung wollte Steindl sich nicht festlegen. Es gebe dafür keine Erfahrungswerte, man lasse sich überraschen: "Das ist das erste Mal überhaupt in ganz Österreich, dass derartiges passiert. Daher wird es von mir keine Zahlen geben."

Auf seinen Gegenkandidaten, den Hotelier Jürgen Rohrer angesprochen, meinte Steindl, Rohrer sei erst seit kurzem Parteimitglied: "Ich akzeptiere ihn und wir werden das Ergebnis sehen."

In Richtung seiner Kritiker sagte Steindl: "Ich halte nichts davon, dass man jetzt in irgendeiner Weise artikuliert, warum man nicht antritt." Es hätte "jeder die Möglichkeit gehabt, nicht nur gute Ratschläge zu erteilen, sondern sich selber aufstellen zu lassen."

Beide Kandidaten haben gleiche Chance

Die ÖVP Burgenland sei die einzige Partei, die allen Mitgliedern ermögliche, den Spitzenkandidaten für die Landtagswahl zu wählen. "Das hat es vorher noch nie gegeben, das gibt es in keinem anderen Bundesland", so der ÖVP-Chef. "Der Kandidat, der hier gewählt wird, ist stark meines Erachtens, wie noch nie ein Kandidat war", erklärte Klubobmann Rudolf Strommer.

Dienstagnachmittag soll der Landesparteivorstand die beiden Kandidaten für die Urabstimmung beschließen und die Spielregeln festlegen. "Es gibt Chancengleichheit, beide Kandidaten haben die gleichen Möglichkeiten." Der Landeshauptmannstellvertreter geht weiter davon aus, dass die kommende Landtagswahl wie vorgesehen nächstes Jahr und nicht schon im Herbst 2014 stattfindet. Er sehe "keinen Grund, das zu ändern."