Erstellt am 21. Juni 2016, 15:42

von Wolfgang Millendorfer

Vereinsfeste „gerettet“!. Entschärfung der umstrittenen Registrierkassenpflicht bringt auch Erleichterung für Vereinsfeste. Landespolitiker sind zufrieden mit neuer Bundes-Lösung.

ÖVP Landesgeschäftsführer Christoph Wolf und JVP-Obmann Patrik Fazekas.  |  NOEN, ÖVP
Rechtzeitig zur Saison der Sommerfeste bringt die Lockerung der Registrierkassenpflicht auch eine Erleichterung für die burgenländischen Vereine. Zum einen wird die bisherige 48-Stunden-Grenze für kleinere Vereinsfeste auf 72 Stunden pro Jahr ausgedehnt – somit sind diese Veranstaltungen von Steuer- und Registrierkassenpflicht befreit.

Diese Verpflichtung entfällt auch, wenn sich Wirte an kleinen Vereinsfesten beteiligen sowie bei der kostenlosen Mitarbeit vereinsfremder Personen. Für kleine Vereinskantinen – etwa auf Sportplätzen – ist die Verköstigung von Gästen bis zu 52 Tage im Jahr registrierkassenfrei.

Niessl: „Win-Win-Situation“

Zufrieden zeigt sich auch Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ): „Dieses Paket stellt eine Win-Win-Situation für Vereine und Gastronomie dar. Statt sie auseinanderzudividieren, wird das Miteinander gefördert.“

Das Burgenland habe mit der Förderung von Registrierkassen für Dorfwirte bereits einen wesentlichen Beitrag zur Entspannung der Lage geleistet, betont Niessl, der mit SPÖ-Klubobmann Robert Hergovich darauf verweist, dass man in der Vergangenheit im Sinne vereinsfreundlicher Regelungen laufend Druck auf den Bund gemacht habe. Dieser Einsatz habe sich ausgezahlt.

x  |  NOEN, SPÖ


Auch Hergovich lobt die Entschärfung: „Für gemeinnützige Vereinsfeste entfällt in einem gewissen Rahmen sowohl die Registrierkassenpflicht als auch die Umsatzsteuer. Das ist ein Rettungsanker für den Großteil der Vereine im Burgenland.“

ÖVP: „Viele Probleme gelöst“

Die Landes-ÖVP verweist ebenfalls auf ihren Einsatz für die Vereine und ist mit dem Paket zufrieden: Nach intensiven Arbeitsgesprächen und harten Verhandlungen konnte nun endlich eine Einigung erzielt werden. Es wurde ein Wirtschafts- und Vereinspaket geschnürt, mit dem nun viele Probleme der Vergangenheit gelöst sind“, erklärten Landesgeschäftsführer Christoph Wolf und JVP-Landesobmann Patrik Fazekas im Rahmen einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

x  |  NOEN, ÖVP


Zugleich bedankten sich Wolf und Fazekas auch bei Sascha Krikler und weiteren Partnern, die mit der Plattform „Rettet die Vereinsfeste“ wichtigen.

FPÖ: "Schritt in die richtige Richtung"

Die FPÖ Burgenland erinnert an den Entschließungsantrag, den man im Herbst 2015 mit Koalitionspartner SPÖ eingebracht habe. Aus der Sicht von FPÖ-Wirtschaftssprecher Johann Richter schwenken SPÖ und ÖVP im Bund auf die Linie der Freiheitlichen ein:  „Die nunmehrigen Änderungen sind zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Egal ob es um Unternehmer, Vereine oder auch die Feuerwehren geht – die rot-schwarze Bundesregierung hat hier noch viel zu tun, um den angerichteten Schaden wieder zu bereinigen.“

BVZ.at berichtete