Erstellt am 15. November 2010, 13:03

Verena Remler ist neue Familienstaatssekretärin. Unter großem Medienrummel hat ÖVP-Chef Vizekanzler Josef Pröll am Montag die Nachfolgerin von Familienstaatssekretärin Christine Marek, die Osttirolerin Verena Remler, präsentiert.

Verena Remler und Josef Pröll  |  NOEN
Verena Remler sei die "erste Wahl" gewesen, betonte ÖVP-Parteichef Vizekanzler Josef Pröll bei der Vorstellung der neuen Regierungsmitglieds. Als Familienstaatssekretärin werde Remler künftig in der Bundesregierung "eine starke Stimme" für Österreichs Familien sein.
Sie sei - so Pröll - eine Frau aus der Praxis, da sie unter anderem seit mehreren Jahren in der Sozialarbeit aktiv sei, und die Mutter einer achtjährigen Tochter könne auch dokumentieren, dass Vereinbarkeit von Familie und Beruf möglich sei. Er kenne die Osttirolerin aus dem EU-Wahlkampf 2009, im Gemeinderat in Lienz habe sie "erste Gehversuche an der politischen Front hinter sich gebracht". Vor versammelter Presse hieß Pröll die "junge, moderne Frau" "herzlich willkommen".

Remler selbst will inhaltlich erst nach ihrer Angelobung Ende November bzw. nach einer gewissen Einarbeitungszeit Stellung nehmen. Zu den Kürzungen im Familienbudget meinte sie, man werde sehen, ob es Möglichkeiten gebe, "Härten abzuschleifen". Remler betonte, sie kenne die Bedürfnisse und Probleme der Familien aus vorderster Front. Als Staatssekretärin wolle sie auch die praktischen Ansätze ihrer Arbeit einbringen.
Drei Themen würden ihr besonders am Herzen liegen: Familie und Kind, Familie und Pflege sowie Familie und Beruf. Es gehe immer um Wahlfreiheit, in Bereichen wie Kinderbetreuung gebe es aber noch viel zu tun. Konkreteres, auch ob sie für ein einheitliches Jugendschutzgesetz eintritt oder was sie für die Gleichstellung der Frauen tun will, war nicht zu erfahren - die designierte Staatssekretärin bat diesbezüglich um Zeit.