Erstellt am 27. Oktober 2010, 09:08

Verhandlungen um Beamtengehälter gehen in die 2. Runde. Die Verhandlungen zwischen der Regierung und der Gewerkschaft um die Gehälter im öffentlichen Dienst gehen am Mittwochabend in die zweite Runde.

 |  NOEN, Andy Wenzel (HBF)
Eine Nulllohnrunde für alle Beamten hatte Beamtenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (S) schon vor der ersten Sitzung ausgeschlossen. Von den Verhandlungen betroffen sind bis zu 350.000 Bedienstete. Ein Prozent Erhöhung kostet den Bund rund 111,5 Mio. Euro pro Jahr.

   Die erste Runde vergangene Woche in der Nacht von Donnerstag auf Freitag war nach gut dreieinhalb Stunden ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Fritz Neugebauer, Chef der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD), hatte im Anschluss an die Sitzung kritisiert, dass die Regierung die zur Verfügung stehende Summe nicht genannt habe. Heinisch-Hosek hatte wiederum betont, die Gewerkschaft habe keine konkrete Forderung gestellt. In der Tageszeitung "Österreich" meinte sie nun, ein Plus klar unter der Inflation anzustreben. Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka (V) wiederum empfahl den Abschluss bei den Pensionisten von im Schnitt 0,9 Prozent als Orientierungshilfe.

   Den Verhandlungen für 2011 zugrunde gelegt werden von der Regierung ein Inflationswert von 1,45 Prozent (Oktober 2009 bis September 2010) und ein Wirtschaftswachstum 2010 von 2,0 Prozent (Wifo-Prognose). Im vergangenen Jahr hatte sich die Gewerkschaft ein Plus von 0,9 Prozent sowie einen kleinen, sozial gestaffelten Zusatzbetrag erstritten. Maximal betrug das Gehaltsplus 1,2 Prozent.