Erstellt am 17. Juli 2012, 13:09

Verhandlungen zum Lehrerdienstrecht gehen weiter. In den bisherigen Verhandlungsrunden zum neuen Lehrerdienstrecht klaffen die Vorstellungen von Gewerkschaft und Regierung vor allem beim Gehalt noch weit auseinander. Über den Sommer soll deshalb nun die Schlagzahl bei den Verhandlungen erhöht werden.

Zusätzlich zu den 14-tägigen Verhandlungen der Gewerkschaft sollen informelle Untergruppen zu diversen Konfliktthemen eingerichtet werden. Konkret soll es Untergruppen etwa zur Besoldung, zur Lehrerausbildung - wo die Gewerkschaft weiter auf einen Master- anstelle eines Bachelorabschlusses als Regeleinstieg pocht - und zu Problemen einzelner Schulsparten geben. So sei etwa die Frage, wie Personal aus der Praxis zum Umstieg in berufsbildende Schulen motiviert werden soll, im Vorschlag der Regierung nicht berücksichtigt.

Der Vorschlag der Regierung sieht ein Einstiegs-Grundgehalt von 2.420 Euro brutto für alle Lehrer vor, unabhängig von Schultyp oder Fach. Das Einstiegsgehalt liegt damit über, das Endgehalt allerdings unter dem derzeitigen Verdienst. Allerdings kommen nach dem neuen Schema unterschiedliche Zulagen nach Fächern, Schulstufe und Zusatzaufgaben hinzu. Außerdem sieht der Regierungsvorschlag vor, dass Lehrer verpflichtend 24 Stunden pro Woche unterrichten müssen, wobei darunter auch Lernzeiten bei der Tagesbetreuung fallen. Derzeit liegt die Unterrichtsverpflichtung zwischen 20 und 22 Stunden. Laut Gewerkschaft wäre eine solche Stundenerhöhung wegen der nötigen Vor- und Nachbereitung jedoch wesentlicher Mehraufwand.

Trotz der Differenzen sieht ARGE-Lehrer-Chef Paul Kimberger die Verhandlungen prinzipiell auf einem guten Weg. Wenn nun Bildungsministerin Schmied noch die angekündigten Unterlagen zum versprochenen Ausbau des Unterstützungspersonals nachliefere, könne es noch schneller Erfolge geben.