Erstellt am 30. November 2012, 10:16

Verletzter Bundesheer-Vizeleutnant bleibt in Israel. Die zwei in Syrien verletzten österreichischen UNO-Soldaten, einer davon ein burgenländischer Offizier, bleiben vorerst zur Behandlung in Israel. Dies teilte der Sprecher des Verteidigungsministerium, Oberst Michael Bauer, am Freitag mit.

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Der 53-jährige Vizeleutnant aus dem Burgenland, der einen Steckschuss an der Schulter erlitt, sowie der 25-jährige Korporal aus der Steiermark, der am Arm angeschossen wurde, seien in Haifa in einem Spital - "das beste Spital dieser Welt, was Schussverletzungen betrifft". Dort erhalten sie "die beste medizinische Versorgung dieser Welt".

Anfang nächster Woche werde beurteilt, ob sie nach Österreich ausgeflogen werden. Beiden gehe es gut, sie seien stabil. Es bestehe keine Lebensgefahr.

Am Donnerstag war eine 88-köpfige österreichische Blauhelm-Truppe auf dem Weg zum Flughafen in Damaskus unter Feuer geraten. Ob die Schüsse von Aufständischen oder Regierungstruppen kamen, ist nicht bekannt. Zwei verletzte österreichische Soldaten landeten in der Nacht auf Freitag gemeinsam mit ihren Kameraden auf dem Flughafen Wien.

Am Freitag sollen weitere Bundesheertruppen von Damaskus aus auf den Golan geschickt werden. 70 Soldaten, die das kommende halbe Jahr an der entmilitarisierten Zone stationiert sein sollen, werden vom Flughafen plangemäß am Landweg zu ihrem Einsatzort gebracht. Derzeit gebe es "keine konkrete Bedrohung", erklärte Bauer. Sicherheitshalber würden die Soldaten aber in "gehärteten Fahrzeugen" aus den Bereich des Flughafens transportiert, die auf eine bestimmte Distanz Munition abhielten.

Eine Änderung der Route werde nicht erwogen, erklärte Bauer. Da sich die Golanhöhen in Syrien befänden, sei der Flughafen in Damaskus die "leistungsfähigste und sicherste Möglichkeit", um dorthin zu gelangen.

Österreicher überwachen als Teil der internationalen Mission UNDOF die entmilitarisierte Zone zwischen Syrien und dem von Israel besetzten Golan. Ob sich nach dem Vorfall an Mission etwas ändern werde, sei eine "politische Entscheidung", so Bauer. Derzeit gebe es aber keine Anzeichen.