Erstellt am 22. August 2011, 14:38

Verpflichtende Studienberatung soll 2012 starten. Ab dem Wintersemester 2012/13 sollen nur noch jene ein Studium beginnen dürfen, die vorher eine Studienberatung in Anspruch genommen haben. Studieninteressenten sollen dabei in Gruppen mit bis zu 20 Personen über ihre Fähigkeiten und Interessen nachdenken und werden über passende Studienangebote informiert. Auch das Angebot anderer tertiärer Einrichtungen und Studienfinanzierung sollen Thema sein.

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Die Kosten des ursprünglich schon für diesen Herbst geplante Projekts werden im am Montag veröffentlichten Verordnungsentwurf vom Wissenschaftsministerium für 2012 auf rund eine Mio. Euro geschätzt.

Ziel der verpflichtenden Studienberatung - ausgenommen sind nur Studien mit Eignungsprüfungen wie Musik, Kunst und Sport - ist laut Ministerium, dass sich weniger Studenten für das falsche Studium entscheiden - wobei das neue Angebot "nicht zwingend zu einer konkreten Studienwahlentscheidung führen" muss, wie es in dem Entwurf heißt. In der Folge soll es weniger Studienwechsel und -abbrüche geben, außerdem sollen auch bisher weniger frequentierte Studienrichtungen beworben werden.

Schüler im Maturajahr sollen im Idealfall von einem entsprechend geschulten Lehrer informiert und für alle anderen sollen Angebote bei Beratungseinrichtungen geschaffen werden. Das Ministerium rechnet damit, dass 2012 rund 50.000 Personen die verpflichtende "Reflexions- und Beratungsphase" nutzen werden.