Erstellt am 30. Mai 2012, 12:13

Vetmed führt Studiengebühren wieder ein. "Langzeitstudenten" und Studenten aus Nicht-EU-Ländern müssen an der Veterinärmedizinischen Universität Wien ab dem kommenden Wintersemester wieder Studiengebühren in der Höhe von 363,36 Euro pro Semester zahlen.

Der Senat hat in seiner Sitzung am Mittwoch einstimmig - und damit auch mit Zustimmung der Studentenvertreter - dem Antrag des Rektorats zugestimmt. Damit führt die Vetmed jene gesetzliche Gebührenregelung autonom wieder ein, die zuletzt vom Verfassungsgerichtshof (VfGH) aufgehoben worden war. Die jährlichen Einnahmen von 224.000 Euro aus diesen Studiengebühren für einen kleinen Teil der Studenten sollen in die Lehre fließen. Ein Teil der Einnahmen soll außerdem in einen Sozialfonds für besondere Härtefälle fließen. "In Anbetracht der kritischen finanziellen Situation der Universitäten können wir es uns nicht erlauben, auf Einnahmen zu verzichten", so Rektorin Sonja Hammerschmid. Gleichzeitig appellierte sie an die Politik, für Rechtssicherheit zu sorgen.

Nach derzeitigem Stand heben im Herbst insgesamt sechs Unis in Eigenregie Gebühren ein: Die Universität Wien, die Wirtschaftsuniversität (WU), die Universität Graz, die Technische Universität (TU) Graz sowie das Mozarteum Salzburg und nun eben auch die Vetmed. Alle kassieren dabei aber nur von etwa 15 Prozent der Studenten, nämlich den Langzeitstudenten und den Studenten aus Nicht-EU-Ländern.

Definitiv keine Gebühren geben wird es an der TU Wien, der Uni Klagenfurt, der Montanuni Leoben, den Musik-Unis Wien und Graz, der Kunstuni Linz, der Akademie der Bildenden Künste, der Universität für angewandte Kunst, den drei Medizin-Unis und der Uni Salzburg. An der Uni Linz, der Uni Innsbruck und der Uni für Bodenkultur steht eine Entscheidung noch aus.