Erstellt am 06. November 2012, 10:51

VP für Weitung der Kinderbetreuungsabsetzbarkeit. Die ÖVP kann sich eine Ausdehnung der Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten auch für 10- bis 14-jährige Kinder vorstellen.

ÖVP-Chef und Vizekanzler und Finanzministerin Maria bewerteten einen entsprechenden Vorschlag von ihrem Parteikollegen Familienminister Mitterlehner positiv. In der SPÖ gibt es unterschiedliche Meinungen dazu. Die Absetzbarkeit der Kinderbetreuungskosten gilt derzeit für unter 10-jährige, wird aber bei weitem nicht ausgeschöpft. Mitterlehner hatte im ORF Radio vorgeschlagen, dass auch die Kosten für Nachmittags- oder Ferienbetreuung von 10- bis 14-jährigen abesetzbar sein sollen.

Spindelegger hält das für einen guten Vorschlag und auch Fekter erklärte, sie sehe die Idee "grundsätzlich positiv". Es habe immer Kritik gegeben, dass ja auch ein elfjähriges Kind Betreuung brauche, meinte Fekter. Man werde sich die Sache nun anschauen. Gleichzeitig betonte sie, man müsse aber auch die Kostenfrage berücksichtigen.

Unterschiedliche Signale kamen seitens des Koalitionspartners: Alles was an Lösungen angeboten werde, sei zu begrüßen, sagte Bildungsministerin Schmied. Frauenministerin Heinisch-Hosek ist wiederum gegen eine Ausdehnung - sie setze auf Umverteilung. Man solle alle Steuerbegünstigungen radikal kürzen und dafür die Familienbeihilfe kräftig erhöhen.

Die 2009 eingeführte steuerliche Absetzbarkeit von Kinderbetreuungskosten sowie der gleichzeitig geschaffene Kinderfreibetrag von 220 Euro jährlich sollten nach ursprünglicher Planung insgesamt rund 340 Mio. Euro kosten. Tatsächlich ausgeschöpft wurden für 2010 allerdings nur knapp 113 Mio. Euro.