Erstellt am 11. August 2017, 13:19

von Wolfgang Millendorfer

FPÖ tritt in 99 Gemeinden an. Landesvize Tschürtz und Parteisekretär Ries wollen von 80 auf 160 Gemeinderäte verdoppeln. Die FPÖ tritt in 95 Gemeinden an, in vier kooperiert man mit Bürgerlisten.

Millendorfer

Eine Woche nach Abgabe der Wahlvorschläge präsentierten die Freiheitlichen die Anzahl der Gemeinden, in denen man zur Wahl antritt. Der Grund: Mit vier Bürgerlisten, die „unter dem Dach der FPÖ antreten“, habe man noch Gespräche führen müssen. Konkret nennen wollte Landesvize und Parteichef Hans Tschürtz die vier Listen aber noch nicht. Inklusive Listen stellt sich die FPÖ somit in 99 Gemeinden der Wahl – das sind um 19 Antritte mehr als bei der Wahl 2012.

Insgesamt stehen 71 Bürgermeister-Kandidaten und 809 Gemeinderats-Kandidaten zur Wahl. Das Ziel, sich landesweit von 80 auf 160 Mandate zu verdoppeln, bleibt bestehen, betonte Tschürtz: „Wir haben in den kommenden Wochen bis zu 80 Veranstaltungen geplant. Hinter dem Wahlkampf steht ein Druck wie schon lange nicht.“ In sieben Gemeinden – darunter etwa Rauchwart, Rudersdorf oder Wimpassing – rechne man damit, bei der Bürgermeister-Wahl „mitzumischen“.

Dass FPÖ-Landesgeschäftsführerin Petra Wagner vor Kurzem ihr Amt zurückgelegt hat (die BVZ berichtete), habe zu keinen Verzögerungen geführt, meint Parteisekretär Christian Ries, der nun den Wahlkampf managt: „ Eine Verzögerung kann man sich gar nicht erlauben, da wir ja im Herbst zwei Wahlkämpfe zugleich führen.“

Wahlkampf mit Bundes-Spitzen

Die Stimmung bei den Freiheitlichen bezeichnet Hans Tschürtz als „sehr gut“. Dass zuletzt ein anonymer Brief mit Vorwürfen aufgetaucht sei, habe keine Auswirkungen auf die Motivation: „Im Gegenteil“, meint Tschürtz, „ich glaube sogar, dass das noch zusätzliche Motivation im Landesparteirat ausgelöst hat. Sonst könnte ja jeder kommen und anonyme Anschuldigungen verschicken.“

Im Wahlkampf setzt man auch auf Bundesparteichef Heinz-Christian Strache und den burgenländischen FPÖ-Spitzenkandidaten für die Nationalratswahl, Norbert Hofer. Bereits am Montag wird Hans Tschürtz – unter anderem gemeinsam mit dem Wiener Parteikollegen Johann Gudenus – Neuigkeiten zu seinem Vorschlag einer berittenen Polizei im Burgenland präsentieren. Anregungen dazu hat man sich diese Woche im bayerischen Rosenheim geholt.