Erstellt am 03. November 2010, 00:00

Warten auf Heimplätze. PFLEGE-BOOM / 220 neue Heimplätze sollen Abhilfe bei Engpässen schaffen. Weiterhin steigend ist der Bedarf an Pflegehelfern.

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VON WOLFGANG MILLENDORFER

Wer einen Heimplatz benötigt, muss in allen Bezirken des Landes nach wie vor mit Wartezeiten rechnen. Denn der Wegfall des Kostenbeitrages der Kinder zur Heimunterbringung ihrer Eltern („Kinder-Regress“) hat seit dem Jahr 2009 im Pflegebereich zumkontinuierlichen Anstiegder Nachfra-gegeführt.

Zwar beruhigt man in der Sozialabteilung des Landes, dass sich die Situation mittlerweile gebessert habe, als Reaktion auf die neuen Gegebenheiten wird das Angebot aber auch ausgebaut.

Zahlreiche Heime sollen in den kommenden Monaten neu errichtet oder erweitert werden (siehe Kasten unten). Danach sollen um bis zu 220 Heimplätze mehr zur Verfügung stehen: „Wir rechnen damit, dass der Bedarf dann gedeckt ist“, sagt dazu Soziallandesrat Peter Rezar. Und:„Über zusätzliche Projekte wird erst nach einer neuerlichen Evaluierung im Jahr 2013 entschieden.“ Auf deranderen Seitemuss jedochgespart

werden: Um die Kostensteigerung zu dämpfen, übernimmt das Land seit einigen Monaten nur mehr die Heimkosten für Pflegebedürftige der Stufe vier (mit Pflegebedarf von mehr als 160 Stunden monatlich). Auf Bundesebene wird indes über eine generelle Verschärfung der Anspruchsberechtigung für Pflegegeldbezieher diskutiert.

Bleibt angesichts der demografischen Entwicklung noch eine weitere offene Frage, auf die Hilfswerk-Obmann und ÖVP-Nationalrat Oswald Klikovits zuletzt neuerlich hinwies: „Es gibt schon jetzt zu wenig diplomiertes Pflegepersonal, und der Bedarf wird weiter steigen.“

Wie viel Geld bleibt

für die Pflege? Eine von

zahlreichen Budget-Fragen.

WALDHÄUSL