Erstellt am 16. Dezember 2010, 08:04

Wehrpflicht Enquete: Darabos "auch persönlich dynamisiert". Verteidigungsminister Norbert Darabos , bisher als klarer Verteidiger der Wehrpflicht bekannt, ist durch den Diskussionsprozess um das künftige Wehrsystem nun "auch persönlich dynamisiert"

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Als Grund dafür nannte er den Kostendruck, aber auch - mit Verweis auf Deutschland - den Reformprozess in anderen Staaten. Eine so wichtige Frage wie jene des Verteidigungssystem müsse jedenfalls den Bürgern zur Entscheidung vorgelegt werden.

   "Es muss akzeptiert werden, was am Ende rauskommt", sagte er zur aktuellen Diskussion in Österreich. Ob dies schlussendlich in einer Volksbefragung oder -abstimmung erfolgen soll, wollte er nicht festlegen. Man sollte den Menschen jedenfalls nicht mehr als zwei Modelle zur Wahl vorlegen. Derzeit geht das Bundesheer noch sieben verschiedene Varianten durch. Einiges davon dürfte aber bald ausgeschieden werden, denn Darabos hat sich bereits auf die Eckpunkte Neutralität sowie Auslands- und Katastropheneinsätze festgelegt.

   Aus der internationalen Wehrsystem-Enquete am Mittwoch nahm Darabos keine klare Systemempfehlung mit. Es habe sich gezeigt, dass sich in Europa je nach sicherheitspolitischer Herausforderung verschiedene erfolgreiche Modelle etabliert hätten, so der Minister. Die Schlüsse daraus sollen in die aktuelle Diskussion einfließen.