Weiden am See

Erstellt am 27. September 2016, 10:02

Ägyptens Energieminister auf Arbeitsbesuch. Burgenlands Energiepolitik findet international Beachtung, Ägypten verstärkt sein Interesse an burgenländischem Know-how bei erneuerbarer Energie.

Mohamed Shaker El-Markabi, Ägyptens Minister für Elektrizität und Erneuerbare Energie, war am Montag im Burgenland. Wie bereits beim Besuch einer Delegation aus der Region Süd Sinai in der Arabischen Republik Ägypten Ende August stand Burgenlands Know-how bei der Erzeugung von Windenergie im Mittelpunkt der Gespräche, so Landesrat Norbert Darabos, der in Vertretung von Landeshauptmann Hans Niessl die Gäste im Windenergie-Informationszentrums Weiden am See empfing.

Gas-Abdeckung sorgt in Ägypten für Stromengpässe

Dem Treffen wohnten seitens des Burgenlandes auch Wirtschaftslandesrat MMag. Alexander Petschnig und Landtagspräsidentin Ilse Benkö sowie Vertreter der Energie Burgenland Windkraft und des Windkraftanlagenbauers Enercon bei sowie auf ägyptischer Seite der neue Botschafter Ägyptens in Wien, S.E. Omar Amer Youssef und Dr. Hassan Mahmoud Hassanin Taha, Staatssekretär im Ministerium für Elektrizität und Erneuerbare Energie.

Ägypten unternimmt derzeit große Anstrengungen seine Energieerzeugung verstärkt in Richtung erneuerbarer Energie auszurichten. Bis vor einigen Jahren sei der Energiebedarf noch zu über 90 Prozent mit Gas abgedeckt worden, so Minister Shaker El-Markabi beim Treffen in Weiden am See. Dabei sei es immer wieder zu Stromengpässen gekommen – mit der Konsequenz, dass in einigen Regionen Ägyptens immer wieder stundenweise die Stromversorgung abgeschaltet werden musste.

Deshalb lege man nun den Fokus auf erneuerbare Energien, wobei man neben der Solartechnik auch auf Erzeugung aus Windkraft setze. Die Ziele, die man verfolge, seien ambitioniert, so der Minister. Bis 2020 wolle man den Anteil an erneuerbarer Energie auf 20 Prozent steigern, 2050 soll dieser bei 50 Prozent liegen.

Darabos hob das sehr freundschaftliche Gesprächsklima hervor und betonte, dass seitens Ägyptens großes Interesse an der Umsetzung dieser Projekte bestehe. Erfreulich sei, dass das Burgenland mit seiner Energiepolitik international Beachtung finde und immer wieder als positives Beispiel genannt werde.