Erstellt am 28. Januar 2013, 14:59

Weiter Kritik an Schmied wegen Sexualbroschüre. Konservative Elternvertreter haben Unterrichtsministerin Schmied (SPÖ) im Zusammenhang mit der Sexualbroschüre des Vereins "Selbstlaut" Untätigkeit vorgeworfen.

Sie kritisieren die Beibehaltung der Broschüre in ihrer Form und fühlen sich ignoriert. Sie fordern die Entfernung des Materials von der Ministeriumshomepage und die Ausarbeitung von Alternativen mithilfe der Eltern. Die für Sechs- bis Zwölfjährige konzipierte Broschüre "Ganz schön intim" war bei Politikern von ÖVP und FPÖ auf Kritik gestoßen, weil darin deren Meinung nach die "Kernfamilie" infrage gestellt und verschiedenste sexuelle Ausrichtungen dafür als gleichwertig dargestellt würden. Schmied hatte die Broschüre verteidigt, jedoch in Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage angekündigt, eine Passage zur (in Ö. gesetzlich verbotenen) Leihmutterschaft abzuändern. Aus Sicht des AKV ist Schmieds Reaktion "unbefriedigend", da sie an keine Kurskorrektur denke, sondern "die Broschüre nur auf den Boden der Rechtsstaatlichkeit zurückführen wolle".

Die Broschüre sei "wissenschaftlich unhaltbar", betonte der mit einem Gutachten zur Broschüre beauftragte Psychiater C. Spaemann. Intersexualität sei "extrem überdurchschnittlich hoch vertreten", sie soll "sogar die Grenzen des Kinderschutzes" mit bildlichen Darstellungen überschreiten. Der hedonistische Zugang zu Sexualität sei zudem zur Grenzziehung gegenüber Erwachsenen und Übergriffen "völlig ungenügend", so Spaemann. Nicht realitätsgemäß sei zudem, dass die klassische Familie nur einmal unter 16 Familienbildern und mit einem ironisierenden Kommentar versehen vorkommt.

"Schamgrenzen der Kinder werden systematisch ignoriert", bemängelt Familienbund-Bundesgeschäftsführerin Lugert. Erik Kroiher, gesellschaftspolitischer Sprecher der AKV, kritisiert die fehlende Einbindung von Sexualität in Partnerschaft. Die Elterninitiative will nun mit diversen Vereinen und Eltern eine alternative Broschüre erstellen.