Erstellt am 27. Dezember 2012, 11:47

Weiter rund 30 Flüchtlinge in Wiener Votivkirche. Die Standhaftigkeit der Flüchtlinge in der Wiener Votivkirche ist unverändert, wobei sich allerdings der Zustand der 14 Hungerstreikenden "von Tag zu Tag" verschlechtert, wie die Caritas am Donnerstag berichtete.

Insgesamt hätten 29 Flüchtlinge die vergangene Nacht in der Kirche verbracht. Die Kirchentür wurde von innen versperrt, da es in den vergangenen Nächten zu "Störaktionen" gekommen sei.

"Rund ein Dutzend Personen" hätten die Flüchtlinge stündlich geweckt und diese mit "Falschinformationen und Gerüchten" verunsichert, hieß es seitens der Caritas. Die Flüchtlinge hätten deshalb darum ersucht, die Tür zu versperren, um zur Ruhe zu kommen.

Caritas-Sprecher Klaus Schwertner sprach von einigen wenigen Personen "auch aus dem Camp" (vor der Votivkirche, Anm.), die versuchten, mögliches Eskalationspotenzial zu nutzen. Dies gelte keinesfalls für die breite Mehrheit der Unterstützer, betonte er.

Die Flüchtlinge werden von Mitarbeitern der Caritas sowie zwei Sanitätern der Johanniter betreut. Für die medizinische Versorgung vor allem der Hungerstreikenden sei ab sofort auch die medizinische Ambulanz der Caritas, der "Louisebus", im Einsatz. Die Caritas hob zudem hervor, man unternehme "alles, um zu vermitteln, den Flüchtlingen zuzuhören, wenn sie über ihre zum Teil dramatischen Flüchtlingsgeschichten erzählen".

Wenig beeindruckt von der Lage der Asylsuchenden zeigt sich weiterhin die FPÖ, deren Wiener Klubobmann Gudenus am Donnerstag einmal mehr die Räumung des Votivparks verlangte.