Erstellt am 21. März 2014, 16:42

Weiter Streit um Bildungstests. Die Überprüfung der Datensicherheit des Bundesinstituts für Bildungsforschung (Bifie), die Bildungsministerin Heinisch-Hosek nach dem Auftauchen von Testergebnissen auf dem rumänischen Testserver einer Bifie-Partnerfirma angeordnet hat, wird bis Ende des Jahres dauern.

Dabei werden neben der Datensicherheit Strukturen und Entscheidungsprozesse untersucht. Deshalb sei auch fix, dass bis Ende des Jahres keine Bildungstestungen stattfinden werden, wies man im Ministerium die erneute Forderung der oberösterreichische ÖVP-Bildungslandesrätin Hummer nach einer Teilnahme an den Feldtestungen für die PISA-Studie 2015 zurück.

Bevor nicht feststehe, dass die Datensicherheit beim Bifie gegeben sei, würden keine weiteren Testungen zugelassen, da der Datenschutz oberste Prämisse sei. Daher bringe auch eine Fristverlängerung bis Oktober nichts.

Außerdem sei die Behauptung Hummers falsch, dass sie eine Verlängerung der Frist für die Vortests "erreicht" habe. Die Landesrätin sei nicht die Vertragspartnerin der OECD und habe lediglich eine bereits bekannte Auskunft bekommen.

Sieben Monate Zeit, um mögliches Datenleck im Bifie zu schließen

Hummer hatte behauptet, der stellvertretende Bildungsdirektor der OECD, Andreas Schleicher habe ihr eine Fristverlängerung der OECD zur Durchführung der Pre-Tests für Österreich zugesagt. Die OECD sei damit einverstanden, wenn diese Tests im Oktober stattfinden. Es müsse lediglich sichergestellt werden, dass die Vorbereitungsarbeiten für PISA 2015 im Dezember starten können.

Damit habe Heinisch-Hosek sieben Monate Zeit, um ein mögliches Datenleck im Bifie zu schließen. Das müsse reichen, denn die Testungen selbst würden alle offline verlaufen (USB-Stick oder in Papierform), erklärte Hummer.

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