Erstellt am 24. März 2012, 10:59

Weitere angebliche Hochegger-Zahlungen bekannt. Peter Hochegger kommt nicht aus den Schlagzeilen. Seine Agentur Valora soll laut "Tiroler Tageszeitung" für den Nationalratswahlkampf 2008 Geld für die ÖVP-Abgeordnete Karin Hakl locker gemacht haben.

Zudem soll von Valora 2007 eine verdeckte Spende an einen SPÖ-nahen Verein getätigt worden sein. Das berichtet dass Nachrichtenmagazin "profil".

Tirols ÖVP-Geschäftsführer Martin Malaun, seines Zeichens damaliger Chef der Werbeagentur Headquarter, die den Wahlkampf Hakls zum Teil "entworfen und durchgeführt" habe, erklärte: "Ja, es wurden damals zwei oder drei Rechnungen im Gesamtumfang von 20.000 Euro im Auftrag Hakls an die Valora gerichtet". Damit bestätigte er den Bericht der "TT". Hakl habe die Valora damals als Rechnungsadresse angegeben. "Uns war kein Zusammenhang mit der Telekom bewusst", sagte Malaun. Die Umstände müssten jetzt genau geprüft werden. Sollte es einen Zusammenhang mit der Telekom geben, kündigte Malaun Konsequenzen an. Hakl sitzt seit zwölf Jahren im Nationalrat.

Unterdessen wurde laut "profil" im Rahmen einer Benefizgala ("Nacht der Wiener Wirtschaft") zugunsten des SPÖ-nahen Charity-Vereins "Wider die Gewalt" ein Bild um 7.000 Euro ersteigert - bezahlt worden sein soll es über Umwege von der Telekom, die Zahlung soll über die Valora geflossen sein. Dem Bericht zufolge ersteigerte der Wiener Teppichhändler Ali Rahimi ein Bild des Malers Christian Ludwig Attersee um 7.000 Euro.

Hochegger habe gegenüber "profil" bestätigt, dass er seinerseits die 7.000-Euro-Spende der Telekom Austria verrechnet habe. Laut Hochegger sei dies erfolgt, um über Rahimi "für meinen Kunden Telekom Austria die Beziehungen zum sozialdemokratischen Lager zu pflegen". Rahimi gab gegenüber "profil" an, nicht gewusst zu haben, dass Hocheggers Spende von der Telekom Austria stammte. Er habe das Bild nach der Versteigerung Hochegger angeboten, weil er um dessen Vorliebe für Attersee-Bilder wusste, schreibt "profil".