Erstellt am 07. Oktober 2012, 20:25

Wenig Bewegung, FP legt ein wenig zu. SPÖ eroberte in Güssing den Bürgermeistersessel von der ÖVP, in Großhöflein zwang Rauter von der LBL den SP-Bürgermeister Kucher in die Stichwahl.

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In Summe wenig Bewegung in der politischen Landschaft brachten die burgenländischen Gemeinderats- und Bürgermeisterwahlen am Sonntag - mit leichten Verlusten für SPÖ und ÖVP und leichten Gewinnen für die FPÖ. Im Detail ist dies bei Kommunalwahlen freilich anders: So verlor die ÖVP ihren Stadtchef in Güssing an die SPÖ.
 
In Großhöflein verliert die SPÖ hingegen vielleicht einen Bürgermeister. Denn dort gelang es Wolfgang Rauter, dem Spitzenkandidaten der Liste Burgenland (LBL), mit 42,9 Prozent eine Stichwahl gegen den amtierenden SP-Bürgermeister Oswald Kucher (S) zu erzwingen. Kucher kam auf nur 29,4 Prozent. Und in Oberwart muss SP-Stadtchef Gerhard Pongracz am 4. November gegen den ÖVP-Kandidaten Georg Rosner antreten.
 
Die ÖVP fuhr den erwarteten Erfolg in Marz ein - wo die SPÖ wegen Fristversäumnis nicht antrat. VP-Bürgermeister Gerald Hüller kam ohne Gegenkandidaten auf 85,2 Prozent. Bei der Gemeinderatswahl eroberte die ÖVP 87,6 Prozent (2007 57,1), die FPÖ 12,4 Prozent. Die SPÖ hatte dort 2007 40,5 Prozent erreicht.
 
Das - für 19.00 Uhr angekündigte - Endergebnis ließ um 20.15 Uhr noch auf sich warten.  Vier der 171 Gemeinden hatten laut der Homepage des Landes ihre Wahlen noch nicht ausgezählt.