Erstellt am 21. September 2011, 00:00

Wer weiß was seit wann?. BEWAG / Der BEWAG-Aufsichtsrat weist nach wie vor Vorwürfe zurück, von Geschäften der Ex-Vorstände gewusst zu haben.

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Laut aktuellem Profil-Artikel sollen Peter Hocheggers Leistungen für die BEWAG weit über die Grenzen normaler PR-Arbeit hinausgegangen sein. So ermittelt beispielsweise die Staatsanwaltschaft Wien wegen des Verdachts auf Schmiergeldzahlungen im Ausland. Insgesamt soll die BEWAG 3,6 Millionen Euro an die Hochegger-Gruppe überwiesen haben. Geschäfte, von denen der BEWAG-Aufsichtsrat bereits ein Jahr vor der Entlassung von Hans Lukits und Josef Münzenrieder gewusst haben soll. BEWAG-Aufsichtsratschef Josef Kaltenbacher weist diese Vorwürfe abermals aufs Schärfste zurück. Man habe nichts von Geschäften mit Peter Hochegger gewusst und erst durch die Arbeit des neuen Vorstands Kenntnis darüber erlangt und daraufhin sofort gehandelt. Vonseiten der BEWAG verweist man auf das noch laufende Prüfverfahren durch Rechtsanwälte und Wirtschaftsprüferkanzleien, das vermutlich noch bis Ende September dauern werde.

„Der Aufsichtsrat hat richtig reagiert, indem er die Vorstände entlassen hat“, heißt es dazu aus dem Büro von Landeshauptmann Hans Niessl. Und auch Landesvize Franz Steindl fordert eine lückenlose Aufklärung zu dem brisantem Fall.

Im Burgenland geht‘s am 12. Oktober in die nächste Runde – da beginnt die erste Gerichtsverhandlung am Landesgericht Eisenstadt. Die beiden Ex-Vorstände waren für eine Stellungnahme dazu nicht erreichbar.