Eisenstadt

Erstellt am 21. September 2016, 06:41

von Wolfgang Millendorfer

Neuer ORF-Landesdirektor: „Bin ein Teamspieler“. Werner Herics über seine neue Aufgabe und die Landespolitik. Zukunft von Karlheinz Papst noch ungewiss.

Werner Herics: Der 51-jährige Südburgenländer übernimmt ab Jänner 2017. Foto: ORF  |  ORF

Karlheinz Papst: Wird nach 18 Jahren als ORF-Landesdirektor abgelöst.  |  ORF

Die Bestellung der ORF-Spitze und der neun Landesdirektoren sorgte in der Vorwoche in der Bundespolitik für Aufregung. Die Wahl im ORF-Stiftungsrat bestätigte die Gerüchte im Vorfeld: Werner Herics löst Karlheinz Papst ab 1. Jänner 2017 als Landesdirektor ab.

Bereits zuvor war eine mögliche Einflussnahme der Landes-SPÖ kritisiert worden. Nach der Entscheidung sprach der ORF-Redakteursrat von einem „katastrophalen Zeichen für den unabhängigen Journalismus“.

Im Gespräch mit der BVZ hält der designierte Landesdirektor Werner Herics nun fest: „Wer meinen Lebenslauf kennt, der weiß, dass ich für korrekten Journalismus und eine Äquidistanz zu allen Parteien stehe.“

Von Karlheinz Papst gebe es bereits eine Einladung zum gemeinsamen Treffen. Herics: „Dann wird es auch noch Gespräche mit den Mitarbeitern geben. Wir werden auch über ein paar neue Ideen sprechen. Ich war früher Fußballer und ein Fußballer ist ein Teamspieler, weil er weiß, dass er alleine wenig bewirken kann.“

Karlheinz Papst meinte gegenüber der BVZ: „Die Entscheidung ist zur Kenntnis zu nehmen. Ich wünsche meinem Nachfolger alles Gute und werde für eine geordnete Übergabe sorgen.“ Auf die Frage, ob er dem ORF in Zukunft erhalten bleibe, antwortete Papst, die nächsten Wochen würden zeigen, wie es weitergehen werde.