Erstellt am 14. September 2011, 11:09

Wien verzichtet auf neues Glücksspielgesetz. Das Ergebnis der Wiener Arbeitsgruppe zum umstrittenen kleinen Glücksspiel liegt vor: Wien verzichtet auf ein neues Landesgesetz. Die geltende Regelung läuft somit mit Jahresbeginn 2015 aus. Spielautomaten, die in die Kompetenz des Landes fallen, wird es dann nicht mehr geben.

Nicht verschwinden werden jedoch jene Geräte, die in die Kompetenz des Bundes fallen. Künftig wird es Lizenzen für drei Spielcasinos geben - sowie sogenannte Video-Lotterie-Terminals. Deren Anzahl sei noch offen, betonte die zuständige Stadträtin Sima.

In Oberösterreich geht unterdessen die Lizenzvergabe für das im März legalisierte kleine Glücksspiel in die Zielgerade. Am Donnerstag, um 12.00 Uhr, läuft die Bewerbungsfrist für die Ausschreibung ab. Das Interesse sei bisher bereits "beträchtlich", hieß es seitens des Landes. Man rechne zudem damit, dass die Zahl der Anwärter kurz vor Ende der Frist noch einmal ansteigen wird. Die ersten Automaten dürften im Frühling 2012 in Betrieb gehen.

Insgesamt darf es in Oberösterreich künftig 1.173 Automaten geben. Das Land vergibt zwei Konzessionen für Salon- und eine für Einzelaufstellung. Die Salonbetreiber dürfen jeweils rund 380 Geräte anschließen, bis zu 50 pro Standort. Bei der Einzelaufstellung sind bis zu drei Automaten pro Lokal möglich. Voraussetzungen sind hier eine Gastrolizenz und abgeschlossene Räumlichkeiten, die verhindern, dass Jugendliche Zugang zum Glücksspiel haben. Das Land erwartet sich von der Legalisierung Mehreinnahmen von 8 bis 17 Mio. Euro.