Erstellt am 12. Oktober 2015, 10:08

von APA/Red

LH Niessl sah "sehr gutes" Ergebnis für SPÖ. Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl (SPÖ) hat das Resultat der Wien-Wahl als "sehr gutes Ergebnis für die SPÖ unter sehr schwierigen Bedingungen" bezeichnet.

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Niessl sprach dabei die Gesamtsituation - Weltwirtschaftskrise, Griechenland-Krise, steigende Arbeitslosigkeit und die Flüchtlingsströme - an.

Niessl: "Hervorragend gemacht"

Auch das "Duell" mit FPÖ-Spitzenkandidat Heinz-Christian Strache sei unter diesen schwierigen Bedingungen zu sehen. In Anbetracht dessen habe Michael Häupl das "hervorragend gemacht", gratulierte Niessl dem Wiener Bürgermeister und seinem Team.

ÖVP-Klubobmann Christian Sagartz sprach von einer "bitteren Niederlage" für die ÖVP Wien, der das "künstliche" rot-blaue Duell "massiv" geschadet habe. Leider sei es Manfred Juraczka und seinem Team nicht gelungen, für den Wähler eine Alternative zu sein.

Für viele Wiener sei auch die Asyl-Debatte ausschlaggebend gewesen. "Die Flüchtlingsthematik ist eine für viele Menschen beängstigende, globale Entwicklung, auf die wir in Europa gemeinsam Antworten finden müssen", betonte Sagartz. "Mit dieser Angst wird Politik gemacht. Die Wahlergebnisse in Oberösterreich und Wien zeigen das deutlich.

Asyl-Debatte für viele ausschlaggebend

"Wir freuen uns über das beste Ergebnis, das die FPÖ in Wien jemals erreicht hat. Das ist ein ganz großer historischer Sieg und ein schöner Tag für die FPÖ", sagte der stellvertretende Landesparteiobmann Norbert Hofer im ORF Burgenland.

Die Grüne Landessprecherin Regina Petrik bedauerte, dass für die Wiener Grünen tatsächlich viele Stimmen - "jener, die Strache verhindern wollten" - verloren gegangen seien. Bei dieser Wahl sei "nicht über Wien-Politik" abgestimmt worden, betonte Petrik. Aus ihrer persönlichen Sicht habe Maria Vassilakou ihre Sache in der vergangenen Periode sehr gut gemacht, es wäre sinnvoll, wenn sie weiterarbeiten würde. Es gehe um die Weiterentwicklung der Stadt, um sozialen Zusammenhalt und nicht um Hetze.