Erstellt am 28. April 2012, 09:43

Wiener SPÖ hält ihren 67. Landesparteitag ab. "Sozial, gerecht, demokratisch. Gemeinsam stark für Wien" - unter diesem Motto hat am Samstag der 67. Landesparteitag der Wiener Sozialdemokraten in der Messe Wien begonnen.

Noch vor Beginn wurde den Genossen gleich einmal der Marsch geblasen. Die roten Delegierten wurden nämlich von Live-Blasmusik in die tageslichtfreien Veranstaltungsräumlichkeiten eskortiert.

Der weitere Verlauf des Parteievents wird wohl weniger musikalisch ausfallen. Am Vormittag steht zuerst ein Rede von Bundesparteiobmann und Bundeskanzler Faymann an. Sein Referat mit dem Titel "Für mehr Gerechtigkeit" soll Stimmung für den Wiener Parteichef Häupl machen, der im Anschluss zu den Genossen spricht. Der Wahl als Parteivorsitzender muss sich Häupl heuer nicht stellen - er wurde bereits im Vorjahr für die zweijährige Amtsperiode bestätigt, wenn auch mit dem zweitschlechtesten Ergebnis als Chef der roten Landesgruppe.

Die rund 2.000 erwarteten Delegierten und Mitglieder werden mehr als 100 Anträge diskutieren und darüber abstimmen, ob deren Inhalt künftig Parteilinie sein soll oder nicht. Darunter finden sich auch vier Leitanträge. Sie behandeln die Themenfelder Haushaltskonsolidierung, soziale Gerechtigkeit, Regeln des Zusammenlebens und politische Partizipation. Die übrigen Anträge zeigen sich inhaltlich wieder vielfältig und kommen von unterschiedlichen Bezirks- und Vorfeldorganisationen. Der Verband Sozialistischer StudentInnen fordert etwa die Auflösung der theologischen Fakultäten, die Junge Generation parteiinterne Vorwahlen für SPÖ-Kandidaten in ORF-Aufsichtsgremien und die Hernalser Roten eine Öffi-Ermäßigung für Menschen mit einem Behindertengrad ab 50 Prozent.

Zum Abschluss des Parteitags wird noch der Robert-Danneberg-Preis verliehen. Dieser ist nach einem sozialdemokratischen Kommunalpolitiker benannt, der in Auschwitz ermordet wurde. Er zeichnet Initiativen ehrenamtlicher Mitarbeiter aus.