Erstellt am 20. Februar 2013, 00:00

„Wir sind kampfbereit“. Gesundheits- und Krankenpflegeschule / Prozess um Kündigung einer Lehrerin startet nächste Woche. Anwalt erneuert Mobbing-Vorwürfe.

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Die Diskussion zwischen einzelnen Lehrern der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Oberwart (GKPS) und Direktorin Karin Dolmanits bekommt am 28. Februar eine neue Dimension: Vor dem Oberwarter Bezirksgericht ficht eine Lehrerin der GKPS ihre Kündigung an.

Und dabei rechnet sich Anwalt Franz Unterasinger gute Chancen für seine Klientin aus. Dass die Lehrerin wegen „gröblicher Verletzung der Dienstpflichten“ gekündigt wurde, wie es in einem Schreiben heißt, ist ihm zu wenig: „Eine Kündigung muss ausreichend begründet werden – und nicht nur mit einer leeren Phrase.“ Während sich der Grazer Anwalt und die südburgenländische Lehrerin „kampfbereit“ zeigen, hat man an der GKPS bereits in der Vergangenheit von triftigen Kündigungsgründen gesprochen.

Aufregung gibt es in Oberwart aber schon länger: In einem Schreiben an die für die Schule zuständige Krankenanstaltengesellschaft (KRAGES) fasste Anwalt Unterasinger im Namen von zehn Lehrern deren Mobbing-Vorwürfe gegen die Direktorin zusammen. Unterasinger betont, dass sich seine Klientin nicht unter den Beschwerdeführern befunden habe, kurz nach dem ominösen Brief aber von ihrer Kündigung erfuhr.

KRAGES-Geschäftsführer Hannes Frech verweist indes auf Mobbing-Methoden gegen Direktorin Dolmanits und möchte, dass an der GKPS Ruhe einkehrt. Dass man sich in der ersten Verhandlung einigen wird, gilt dennoch als unrealistisch.