Erstellt am 27. Juni 2012, 00:00

Wirbel in der Volksschule: Leiterin vor Frühpension?. BILDUNG / Ärger über langen Krankenstand der Direktorin. ÖVP fordert Lösung. Causa ist Thema im Land und im Schulforum.

Alexandra Bencsics (l.) ist seit mehr als zwei Jahren im Krankenstand. Sie wird von Roswitha Imre (r.) vertreten.  |  NOEN

VON MICHAEL PEKOVICS

OBERWART / Unter den Eltern und vereinzelt auch unter den Lehrern der Volksschule rumort es gewaltig. Grund dafür ist die Tatsache, dass sich Direktorin Alexandra Bencsics seit mehr als zwei Jahren im Krankenstand befindet. Gerüchten zufolge soll es bereits ein Verfahren gegeben haben, dass die Frühpensionierung von Bencsics regeln hätte sollen. Doch sie soll – so heißt es aus gut informierten Kreisen – gegen den Pensionierungsbescheid Berufung eingelegt haben. Bezirksschulinspektor Reinhard Goger bestätigt, dass „die Situation derzeit Thema im Landesschulrat ist“. Mehr will er aber nicht sagen. Etwas gesprächiger ist der amtsführende Landesschulratspräsident Gerhard Resch: „Die Situation ist für niemanden angenehm. Im aktuellen Fall geht es um die Gesundheit. Wenn wir etwas beschließen, muss das auch rechtlich halten.“

ÖVP-Vize Rosner macht sich für Imre stark

Auch die Politik hat sich mittlerweile in die Causa eingeschaltet. Vizebürgermeister Georg Rosner (ÖVP) fordert die Ernennung der derzeit interimistischen Leiterin Rosiwtha Imre zur Direktorin. „Viele Eltern beschweren sich derzeit bei mir über die untragbare Situation der nicht vorhandenen Direktorin und betonen, welch guten Job Imre macht. Ich will Bencsics nicht nahetreten, aber es muss jetzt eine Lösung her.“ Resch will sich aber nichts dreinreden lassen („Schön, dass sich die ÖVP etwas wünscht“) und hofft, dass „wir über den Sommer zu einer Lösung kommen“.

Heute, Mittwoch, trifft sich das Schulforum, um über das aktuelle Thema zu diskutieren und eine Stellungnahme abzugeben. Der einzige Tagesordnungspunkt lautet „Direktorenbesetzung“. Imre selbst wird nicht dabei sein, sie wurde nicht eingeladen.