Erstellt am 03. Februar 2016, 10:28

von Alexandra Gollubics-Prath

Wirbel um FPÖ-Pilotprojekt. Landespolizei fühlt sich bei angekündigten „Sicherheitspartnern“ bisher übergangen. Grüne starten Online-Petition dagegen.

 |  NOEN, Werner Müllner

Die von Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz angekündigten „Sicherheitspartner“ (

und unten) sorgen weiter für Aufregung. Seitens der Landespolizeidirektion zeigt man sich verschnupft, bisher nicht in das Projekt eingebunden worden zu sein.

„Möglicherweise hat der frühere Landespolizeidirektor Hans Peter Doskozil etwas davon gewusst, ich zumindest nicht“, erklärt Landespolizeidirektor-Stellvertreter Christian Stella. „Wir arbeiten ja gerne mit und haben das nötige Know-how, wichtig ist uns aber, dass man nicht in polizeiliche Kompetenzen hineinkommt.“

Am Donnerstag habe man einen Termin bei Tschürtz und da „wird das Ganze sicher auch zur Sprache kommen“, so Stella.

Grüne: Online-Petition gegen „Bürgerwehren“

Eine Art „Ersatzpolizei“ befürchten auch die Grünen. „Wir wollen keine uniformierten Patrouillen, weil sie ein Gefühl von Unsicherheit verbreiten und im Ernstfall keinen Schutz bieten können“, betont Landessprecherin Regina Petrik.

Die Grünen starten daher eine Online-Petition gegen diese „Bürgerwehren durch die Hintertür“. Anstelle „Steuergelder zu verschwenden“ gehöre vielmehr die Nachbarschaftshilfe gestärkt, heißt es weiter.
Die Petition soll zwei Monate online bleiben, das Ziel sind mindestens 500 Unterzeichner.