Erstellt am 26. September 2012, 07:37

Wirbel um Plakate. Zensurvorwurf | Plakate der Initiative „Pro Bahn“ durften nicht auf den Litfasssäulen angebracht werden. Aufgestellt wurden sie trotzdem.

OBERWART | In der vorwöchigen Ausgabe der BVZ sorgten die vielen Wahlplakate in Oberwart für Aufsehen, jetzt geht es um Plakate der Initiative „Südburgenland pro Bahn“. Die Gruppe rund um Dietrich Wertz, Christoph Wachholder und Johanna Glaser wollte insgesamt 18 Plakate auf den Litfasssäulen in Oberwart anbringen lassen (pro Stück 1,50 Euro) und brachte die Plakate zum Wirtschaftsservice Oberwart (WSO). „Einen Tag später hat mich eine Dame angerufen und gesagt, dass der Bürgermeister diese Plakate nicht haben will“, ärgert sich Wertz. Glaser ergänzt: „Dass Pongracz persönlich gegen die Plakate interveniert, ist demokratiepolitisch sehr bedenklich. Es zeigt aber auch, dass ihm das Thema inzwischen recht unangenehm sein muss.“

Pongracz rechtfertigt sich mit dem Verweis auf eine Regelung, die besagt, dass „politische Dinge nicht auf Litfasssäulen angebracht werden dürfen“. In der Plakatierordnung der Stadtgemeinde befindet sich aber kein derartiger Passus. „Pro Bahn“ hat mittlerweile eine Alternative gefunden: „Mit Unterstützung von ÖVP, FPÖ und den Grünen dürfen wir unsere Plakate nun völlig legal aufstellen.“