Erstellt am 16. Januar 2013, 10:29

WU fordert Entscheidung bei Masterstudien. Die Wirtschaftsuniversität (WU) steckt in einem "Dilemma", wie es in der neuen Leistungsvereinbarung mit dem Wissenschaftsministerium heißt.

Zwischen 2013 und 2015 laufen die Masterstudien voll an, wegen der zu erwarteten Engpässe müsse daher "eine dramatische Entscheidung bei den Masterstudien getroffen werden". Rektor Christoph Badelt fordert entweder flächendeckende Zugangsregeln, "oder es muss zu einer signifikanten Ausweitung der Kapazitäten durch Zuweisung weiterer Ressourcen kommen". Badelt verweist auf eine analoge Entscheidung der Schlichtungskommission zu den Bachelorstudien nach einer Klage durch die WU: Nachdem das VP-geführte Wissenschaftsministerium weder die versprochenen Zugangsbeschränkungen beim Koalitionspartner SPÖ durchbrachte noch der WU mehr Budget zur Verfügung gestellt hatte, musste es der Uni Ende 2011 zusätzliche sechs Mio. Euro überweisen. In der Begründung der Kommission hatte es geheißen, der Bund dürfe den Unis "nur insoweit Aufgaben übertragen, als er ihnen auch die - finanziellen oder anderen - Mittel eröffnet, um die Aufgaben zu erfüllen".

Diesmal hat das Ministerium sich auf keine Festlegung der finanzierbaren Studienplätze eingelassen. Badelt verweist stattdessen in den Leistungsvereinbarungen darauf, dass es noch immer Anträge seiner Uni auf Beschränkungen für Bachelor- und deutschsprachige Masterstudien nach dem Notfallparagrafen 124b (für von deutschen Numerus-Clausus-Flüchtlingen überlaufene Massenfächer) gibt. Gleichzeitig tritt er für einen Ausbau der Ressourcen für deutschsprachige Masterprogramme ein, denn: "Die Abweisung einer immer größer werdenden Zahl von fachlich geeigneten Studienbewerber/ionne/n erscheint der WU unter den derzeitigen bildungspolitischen Rahmenbedingungen inakzeptabel."