Erstellt am 28. September 2016, 12:56

"Bis ein Politiker stirbt": Anti-Hofer-Rap empört FPÖ. Ein YouTube-Video eines Rappers, der gegen FPÖ-Präsidentschaftskandidat Norbert Hofer auftritt, empört die Freiheitlichen.

Hofer wird in dem Clip heftig beschimpft  |  APA (Archiv)

Der vermummte Mann, der sich "Gauna" nennt, textet darin unter anderem: "Werde weiter gegen Rechte hetzen. Bis ein Politiker stirbt." FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl forderte am Mittwoch via Aussendung den Verfassungsschutz auf, gegen den anonymen Rapper vorzugehen.

"Gauna" beschimpft in seinem zweiminütigem Clip "Politik Statement", in dem er vermummt vor einer Hütte im Wald auftritt, Hofer als "Nazi" und "Rechtsradikalen". Kickl sieht in der Ankündigung, weiter zu hetzen, "bis ein Politiker stirbt", eine Straftat: "Dies kann nur als Aufruf zu massiver Gewalt gegen FPÖ-Politiker interpretiert werden." Der Verfassungsschutz solle den Rapper ausforschen und wegen des Aufrufs zu mit Strafe bedrohten Handlungen belangen.

Gefordert ist laut FPÖ aber auch der Gegenkandidat Hofers, der Grüne Alexander Van der Bellen, "zu dessen Unterstützung offenbar solche Videos gedreht werden". Kickl forderte eine klare Distanzierung seines Wahlkampfteams. "Manche Mitglieder der grün-affinen Künstlerszene verlieren in einer demokratischen Wahlauseinandersetzung offenbar alle Hemmungen", beschwerte sich der freiheitliche Generalsekretär.