Erstellt am 12. Mai 2011, 10:28

Zahl der Einbürgerungen heuer deutlich gestiegen. Die Zahl der Einbürgerungen ist im ersten Quartal 2011 erstmals seit längerem wieder gestiegen. Das geht aus den aktuellen Daten der Statistik Austria hervor. Von Jänner bis Ende März 2011 wurde 1.651 Personen die österreichische Staatsbürgerschaft verliehen. Damit hat sich die Zahl im Vergleich zum ersten Quartal 2010 um rund 44 Prozent (505 Personen) erhöht.

Der positive Einbürgerungstrend zeigt sich nicht in allen Bundesländern gleichermaßen. Während Niederösterreich und Wien nach den besonders stark gesunkenen Einbürgerungszahlen im ersten Quartal 2010 mit 261 bzw. 525 neue Eingebürgerten die größten Zuwächse verzeichnen, ist der Trend in Kärnten, der Steiermark und Vorarlberg rückläufig. Im südlichsten Bundesland wurden heuer nur 93 Staatsbürgerschaften vergeben. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl um 22 Prozent (26 Personen) gesunken. In Vorarlberg und der Steiermark sind die Rückgänge dagegen nicht so deutlich. Im Vorjahr wurde dort im ersten Quartal 2010 sechs bzw. vier Personen mehr die Staatsbürgerschaft verliehen. Deutliche Veränderungen zeigen sich auch im Burgenland. Dort wurde im ersten Quartal 2011 nur eine Person eingebürgert. Heuer ist die Zahl auf 29 gestiegen.

Insgesamt wurden 820 Personen aufgrund eines Rechtsanspruchs eingebürgert, darunter 381 Personen aufgrund eines mindestens sechsjährigen Wohnsitzes in Österreich unter besonders berücksichtigungswürdigen Gründen und weiteren 202 Personen aufgrund der Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin. 144 Personen wurden aufgrund eines 15-jährigen bzw. 30-jährigen Wohnsitzes in Österreich eingebürgert. Unter den Rechtsgrund "Ermessen" fielen 267 Personen. Bei weiteren 564 Personen traf der Rechtsgrund "Erstreckung der Verleihung" zu.