Erstellt am 14. November 2012, 10:51

Zahl der Einbürgerungen leicht gestiegen. In den ersten neun Monaten des Jahres 2012 wurde die österreichische Staatsbürgerschaft an insgesamt 5.054 Personen verliehen.

Das waren laut Statistik Austria um 119 Einbürgerungen mehr (plus 2,4 Prozent) als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anstieg geht auf die Zunahme im ersten Quartal 2012 zurück, in dem es um 13,9 Prozent mehr Einbürgerungen als im entsprechenden Vorjahresquartal gab.

Im zweiten Quartal wurden hingegen um 1,8 Prozent weniger Personen eingebürgert. Im dritten Quartal erfolgten sogar um 5 Prozent weniger Einbürgerungen als von Juli bis September 2011.

In fünf Bundesländern wurden in den ersten neun Monaten diese Jahres weniger Personen eingebürgert als im Vergleichszeitraum 2011. Am stärksten fiel der Rückgang in Kärnten aus (-16,7 Prozent). Vorarlberg (-7,4 Prozent), Tirol (-7,1 Prozent), Salzburg (-6,1 Prozent) und die Steiermark (-3,4 Prozent) verzeichneten leichte Rückgänge.

Während in Niederösterreich die Anzahl der Einbürgerungen exakt gleich blieb, wurden in Wien 173 Personen mehr eingebürgert (+11,1 Prozent). Im Burgenland wurde mit 100 Einbürgerungen von Jänner bis September zwar eine Steigerung um 78 Prozent registriert, diese liegt aber daran, dass es im Vergleichszeitraum des Vorjahres nur 56 Einbürgerungen gab und sich die Zahl nun wieder auf dem Niveau der Vorjahre eingependelt hat.

Mehr als die Hälfte (54,6 Prozent) der Verleihungen in den ersten neun Monaten des Jahres 2012 konzentrierten sich auf fünf Nationalitäten. Mit 905 Einbürgerungen war die Türkei Spitzenreiter, gefolgt von Bosnien und Herzegowina (825), Serbien (424), Kosovo und Kroatien (mit jeweils 304 Personen). Mehr als ein Drittel der Personen, an die die österreichische Staatsangehörigkeit verliehen wurde (35,7 Prozent), sind bereits in Österreich geboren.