Erstellt am 19. August 2013, 14:36

Zahl der Einbürgerungen wieder leicht gestiegen. Die Zahl der Einbürgerungen in Österreich ist im ersten Halbjahr 2013 leicht gestiegen. An insgesamt 3.714 Personen wurde die Staatsbürgerschaft verliehen, berichtet die Statistik Austria.

Das sind um 96 Einbürgerungen oder 2,7 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Großteil der erfolgte aufgrund eines Rechtsanspruchs. Unter den 105 Herkunftsländern war die Türkei Spitzenreiter.

Trend hielt an, 602 bekamen Staatsbürgerschaft durch 10 Jahre Aufenthalt

Laut Statistik Austria wurde der seit 2011 beobachtbare Trend steigender Einbürgerungszahlen fortgesetzt (1. Halbjahr 2012: +5,7 Prozent). Während es im ersten Quartal dieses Jahres noch um 11,6 Prozent weniger Einbürgerungen als im entsprechenden Vorjahresquartal gegeben habe, seien in den Monaten April bis Juni 2013 insgesamt um 315 Personen (+18,1 Prozent) mehr eingebürgert worden als im Vergleichszeitraum 2012.

Insgesamt 622 Personen erhielten die Staatsbürgerschaft im Ermessen (16,7 Prozent), darunter 602 nach mindestens zehnjährigem Wohnsitz in Österreich. Alle übrigen 20 Einbürgerungen im Ermessen erfolgten aufgrund der Wiedererlangung der Staatsbürgerschaft. 21 Personen mit Wohnsitz im Ausland wurden eingebürgert.

Burgenland mit starkem Anstieg um 102,8 Prozent

Abermals erhielt mehr als die Hälfte der eingebürgerten Personen (1.925 oder 51,8 Prozent) ihre Staatsbürgerschaft aufgrund eines Rechtsanspruchs: Darunter 1.012 nach mindestens sechsjährigem Wohnsitz in Österreich und aus besonders berücksichtigungswürdigen Gründen wie etwa Asyl. 289 Personen wurden aufgrund eines mindestens 15-jährigen Wohnsitzes in Österreich und "nachhaltiger Integration" eingebürgert. Bei 446 war eine Ehe mit einem Österreicher bzw. einer Österreicherin der Grund.

In den Bundesländern waren die Zuwächse bei den Einbürgerungen unterschiedlich hoch: Spitzenreiter sind das Burgenland mit 37 Neo-Österreichern mehr (+102,8 Prozent) und Oberösterreich mit 132 (+23,1Prozent). Salzburg (+14,4 Prozent) und die Steiermark (+12,9 Prozent) verzeichneten ebenfalls überdurchschnittliche Zuwächse.

Der Großteil der Einbürgerungen entfiel mit 588 Personen auf bisherige türkische Staatsbürger (15,8 Prozent). Aus Bosnien-Herzegowina kamen 539, aus Serbien 488 Personen. Unter den zehn wichtigsten Herkunftsländern befinden sich zudem der Kosovo (203), die Russische Föderation (189), Kroatien (126), Ägypten (96), Iran (95), Rumänien (94) und Afghanistan (91).