Erstellt am 29. November 2012, 13:08

Zahl der Spitalsbesuche stagniert seit 2009. Die Zahl der stationären Aufenthalte in Spitälern stagniert in Österreich seit dem Jahr 2009. Das geht aus der am Donnerstag veröffentlichten Spitalsentlassungs-Statistik der Statistik Austria hervor.

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Über den Zehn-Jahres-Vergleich gab es allerdings ein sichtbares Plus bei der Zahl der Spitalsaufenthalte. Die Kosten stiegen weiter an, wobei hier nur Daten aus dem Jahr 2010 vorliegen.

Im Vorjahr verzeichnete die Statistik gegenüber 2010 um nur 0,7 Prozent mehr Spitalsbesuche (die sich in der Entlassungshäufigkeit niederschlagen). 2009 gab es sogar einen Rückgang um 0,2 Prozent; im Jahr 2010 lag ein minimaler Anstieg von 0,1 Prozent vor. Davor waren jährliche Zuwachsraten zwischen ein und vier Prozent die Regel. Im Zehn-Jahres-Vergleich stiegen die Spitalsbesuche daher insgesamt an - und zwar um 17,8 Prozent.

Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer im Krankenhaus blieb in den vergangenen drei Jahren recht konstant, zuletzt lag sie bei 6,6 Tagen. Über die letzten zehn Jahre zeigt sich hier aber ein Rückgang: 2001 hatte die durchschnittliche Aufenthaltsdauer noch 7,4 Tage betragen. Das erklärt auch, warum insgesamt die Zahl der Aufenthaltstage um 4,4 Prozent gesunken ist (von 41,9 Mio. auf 14,3 Mio. Tage).

Dieser Rückgang der Aufenthaltstage pro Kopf ist zum Teil durch einen starken Anstieg der Tagesklinischen Aufenthalte zu erklären. Seit 2001 betrug hier der jährliche Zuwachs durchschnittlich sechs Prozent.

Die Gesundheitsausgaben stiegen insgesamt weiter an, in den vergangenen zehn Jahren von 20,9 Mrd. Euro auf 31,4 Mrd. Euro (ein Plus von 50,2 Prozent). Der Anteil dieser Ausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2010 bei elf Prozent (2001: zehn Prozent, ein Plus von zehn Prozent).

Der Anteil der Ausgaben für den stationären Bereich an den Gesamt-Gesundheitskosten lag zuletzt (2010) bei 38,9 Prozent. Der Anstieg betrug hier absolut 55,6 Prozent, hinsichtlich des Anteils am BIP 12,8 Prozent. Mehr als die Hälfte der Ausgaben der Krankenanstalten betreffen das Personal. In den vergangenen zehn Jahren stieg die Zahl des ärztlichen Personals um 26,9 Prozent, jene des nicht-ärztlichen Personals um 19,9 Prozent.