Erstellt am 26. Mai 2011, 10:00

Zehn Hausdurchsuchungen in Causa Grasser. Die Staatsanwaltschaft Wien hat in den Morgenstunden im Finanzstrafverfahren gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser an insgesamt zehn Privat- und Firmenadressen in Wien, Kärnten und Tirol Hausdurchsuchungen durchgeführt.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat in den Morgenstunden im Finanzstrafverfahren gegen Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser an insgesamt zehn Privat- und Firmenadressen in Wien, Kärnten und Tirol Hausdurchsuchungen durchgeführt. An den gerichtlich bewilligten Durchsuchungen seien mehr als 60 Beamte der Steuerfahndung und des Bundeskriminalamtes beteiligt gewesen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Grasser steht laut Staatsanwaltschaft im Verdacht, seit dem Jahr 2003 unter Beteiligung seines Steuerberaters Abgaben hinterzogen zu haben. Dieses Finanzstrafverfahren sei vom Buwog-Strafverfahren unabhängig, so die Staatsanwaltschaft.

Grasser soll ihm zugeflossene Honorarzahlungen über Gesellschaften in Liechtenstein, den British Virgin Islands und Zypern geleitet haben, um sie der österreichischen Besteuerung zu entziehen. Nach den Erkenntnissen der Ermittlungsbehörden war dem Finanzamt dabei nur ein Teil der gewählten Stiftungs- und Gesellschaftskonstruktion offengelegt worden, um eine Bestätigung steuerlicher Unbedenklichkeit zu erwirken.