Erstellt am 20. April 2012, 13:41

Zentralmatura: Forderung nach Nachbesserung. Aufgrund von Kritik von Schüler-, Eltern- und Lehrervertretern haben sich nun auch die VP-Landesschulratspräsidenten dem am stärksten kritisierten Fach bei der ab 2013/14 an AHS geplanten Zentralmatura angenommen, der Mathematik.

Nach einer Auseinandersetzung mit der "vielfach geäußerten Kritik" würden die Präsidenten nun "die Verunsicherung der SchülerInnen, Eltern und LehrerInnen" verstehen und fordern das Unterrichtsministerium und das für die Zentralmatura zuständige Bundesinstitut für Bildungsforschung (Bifie) "zur Nachbesserung" auf, so der oberösterreichische Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer in einer Aussendung.

In den vergangenen Wochen forderten Betroffene wiederholt eine Verschiebung des Zentralmatura-Starts an den AHS, weil es in den Fächern Mathematik und Deutsch keine ausreichende Vorbereitung gebe. Laut Lehrergewerkschaft stellt Mathematik hier das größte Problem dar, Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) betonte aber erst kürzlich erneut, am Zeitplan für die AHS 2013/14 und die berufsbildenden höheren Schulen (BHS) 2014/15 festhalten zu wollen.

Die VP-Landesschul-Chefs Enzenhofer, Siegi Stemer (Vorarlberg), Hans Lintner (Tirol), Hermann Helm (), Elisabeth Meixner (Steiermark), Franz Fischer (Burgenland) und Wolfgang Neubacher (Salzburg) fordern nun unisono, dass die Mängelliste "jetzt endlich zügig abgearbeitet" wird. Zudem regen sie die Einführung zusätzlicher Module an, da man mit nur einem Prüfungssetting für Mathematik "nicht den erworbenen Kompetenzen der SchülerInnen gerecht wird". Der naturwissenschaftliche Zweig eines Gymnasiums hätte etwa deutlich mehr Mathematikunterricht als der musische Schwerpunkt. "Unterschiedliche schulischen Schwerpunkte bedingen unterschiedliche Prüfungsanforderungen", heißt es in der Aussendung.