Erstellt am 24. April 2013, 00:00

Zitate. „Neuausrichtung“ / Geschäftsführer, Parteisekretär und Klubdirektor werden per Ausschreibung gesucht. Tschürtz: „Es ist eben explodiert.“

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Von Wolfgang Millendorfer und Werner Müllner

Großes Aufräumen bei Burgenlands Freiheitlichen: Géza Molnár verliert nicht nur seinen Posten als Parteisekretär, sondern muss jetzt auch als Klubdirektor gehen. Landesgeschäftsführer Siegfried Zeltner nimmt ebenfalls den Hut. Die Ausschreibung für alle drei Jobs läuft bereits. Und FP-Chef Hans Tschürtz will drei neue Leute, von denen er „eine Top-Zusammenarbeit“ erwartet.

Gestärkt durch die Krisensitzung der Vorwoche, bei der Tschürtz die Vertrauensfrage für sich entschied, arbeitet der Obmann an einer Neuausrichtung. Nach dem desaströsen Parteitag, der Tschürtz nur 71 Prozent Zustimmung brachte, war ein Köpferollen nötig. Offiziell hieß es, der Geschäftsführer und der Parteisekretär hätten zu wenig „Außenwirkung“ gezeigt.

Tschürtz meint aber auch: „Géza Molnár und Sigi Zeltner haben absolut nicht miteinander gekonnt. Das ist beim Parteitag eben explodiert.“

„Wir waren nicht die allerbesten Freunde“

„Es ist schon richtig, dass wir nicht die allerbesten Freunde waren“, meint auch Molnár, „die Dissonanzen waren aber nur Symptome und nicht Ursachen bestimmter Probleme.“ Vielmehr beschäftigt den 28-Jährigen, wie es jetzt mit seiner Karriere weitergeht. Ob er als FPÖ-Gemeinderat in Eisenstadt ebenfalls abtritt, soll sich noch entscheiden.

Den Freiheitlichen erhalten bleiben will hingegen Zeltner: „Ich bin absolut loyal – Heinz-Christian Strache gegenüber ebenso wie Hans Tschürtz und der FPÖ.“ Loyalität, die Tschürtz willkommen ist, denn noch sind nicht alle Kritiker innerhalb seiner Partei verstummt.


Zitate:

FPÖ-Chef Hans Tschürtz: „Aus menschlicher Sicht tut es mir leid um Géza, weil er inhaltlich sehr gute Arbeit geleistet hat. Aber politisch ist es eben so, dass oft Veränderungen nötig sind. Ich erwarte mir jetzt neue Impulse.“

Ex-Parteisekretär Géza Molnár: „Vorwürfe die Substanz haben, hat man mir nicht gemacht. Aber eine Partei muss in solchen Situationen Entscheidungen treffen. Ob diese nun richtig oder falsch waren, das kann man als Betroffener als Allerletzter beurteilen. Ich habe das jetzt so zur Kenntnis zu nehmen.“

Ex-Geschäftsführer Siegfried Zeltner: „Es hat einige Personen gegeben, die versucht haben die FPÖ Burgenland zu unterminieren. Weil man auch gegen mich opponiert hat, habe ich zugestimmt, den Posten abzugeben, um keinem zu schaden.“