Erstellt am 27. Februar 2014, 10:53

Zivildienst beliebt wie nie zuvor. Der Zivildienst boomt. Im Vorjahr wurden 14.256 junge Männer Einsatzstellen zugewiesen und damit so viele wie nie zuvor. Die mit Abstand größte Gruppe an Zivildienern ist im Rettungswesen tätig. Weitere häufige Einsatzfelder sind Behinderten- und Sozialhilfe.

Der Aufstieg des Zivildiensts ist bemerkenswert. Bei seiner Einführung im Jahr 1975 waren es gerade einmal 344 Zivis. Bis 1980 war der Zivildienst auf gut 3.000 Männer hochgeklettert, den wirklich großen Schub gab es nach ein paar schwächeren Jahren mit Abschaffung der "Gewissensprüfung" Anfang der 90er-Jahre. So stieg die Zahl von 1990 (2.428) bis 1993 auf mehr als das Doppelte (5.450). Seither geht es mit wenigen Ausnahmen von Jahr zu Jahr weiter nach oben.

Das war auch 2013 nicht anders

Wurden 2012 13.869 Zuweisungen vorgenommen, stieg die Zahl im Vorjahr sogar erstmals auf über 14.000. Die meisten Zivildiener sind in Wien tätig (3.159), gefolgt von Ober- und Niederösterreich (2.717 bzw. 2.496). Am anderen Ende der Skala liegen Kärnten (639) und das Burgenland (422).

Über 6.000 Zivildiener waren im Vorjahr im Rettungswesen engagiert

Gut 2.700 junge Männer dienten in der Behindertenhilfe, knapp 1.900 in der Sozialhilfe. Im Bereich Altenbetreuung waren fast 1.400 Zivis engagiert. Ebenfalls noch einen größeren Posten machen Zivildiener in Krankenanstalten aus. Die weiteren Einsatzfelder wie Katastrophenschutz, Asylwerber-Betreuung oder landwirtschaftliche Betriebshilfe haben Zuweisungszahlen von unter 400. Die Ausnahmen sind Zivis in Jugendarbeit oder Umweltschutz, wo bundesweit nur je 31 junge Männer im Einsatz waren. 28 Zivis waren in Justizanstalten eingesetzt.