Erstellt am 27. April 2014, 17:33

Zsifkovics: Päpste-Vermächtnis lebendig halten. Das Vermächtnis der beiden neuen heiligen Päpste müsse nun lebendig gehalten und weitergegeben werden. Das sagte Bischof Ägidius Zsifkovics unmittelbar nach der Heiligsprechungsfeier am Sonntag in Rom.

Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics.  |  NOEN, http://www.martinus.at
Zsifkovics vertrat die österreichischen Bischöfe bei der Heiligsprechung von Papst Johannes XXIII. und Papst Johannes Paul II.

„Vermächtnis eines furchtlosen Christentums“

Johannes XXIII. habe der Kirche eine neue Offenheit gelehrt. Das Wesentliche des Glaubens müsse bewahrt werden, daneben gelte es aber, stets offen für Neues zu sein, so der Bischof gegenüber Kathpress.

Johannes Paul II. habe der Kirche vor allem das Vermächtnis eines furchtlosen Christentums mitgegeben. Dazu gehöre auch, das Leben vom Anfang bis zum Ende zu schützen, sowie die Familie und die Barmherzigkeit Gottes in den Mittelpunkt zu stellen.

Historischer Gottesdienst in Trausdorf

Bischof Zsifkovics unterstrich einmal mehr die Verbundenheit des Burgenlandes mit den beiden neuen heiligen Päpsten. Papst Johannes XXIII. habe das Burgenland, das bis dahin nur eine Apostolische Administratur gewesen war, am 15. August 1960 zur Diözese erhoben.

Johannes Paul II. habe 1988 das Burgenland besucht und in Trausdorf einen historischen Gottesdienst gefeiert, zu dem zigtausende Gläubige nicht nur aus Österreich sondern vor allem auch aus Ungarn und dem damaligen Jugoslawien kamen.

Von der Heiligsprechungsfeier in Rom zeigte sich der Bischof beeindruckt. Dank der Hundertausenden Pilger aus aller Welt sei die Heiligsprechung ein großes Glaubensfest gewesen, resümierte Bischof Zsifkovics.