Erstellt am 11. April 2012, 11:23

Zukünftig weniger Maturanten aber mehr Studenten. Die Zahl der Maturanten in Österreich wird bis zum Schuljahr 2018/19 auf rund 38.300 zurückgehen. In 2008/09 waren es laut Statistik Austria noch 40.500 Maturanten.

Die Experten führen die Abnahme der Maturantenzahlen auf die geburtenschwachen Jahrgänge ab Mitte der 1990er Jahre zurück. Dennoch steigt in den kommenden Jahren die Studentenzahl weiter an.

Erst ab 2020 werde die Tendenz, dass sich immer mehr Jugendliche für den Besuch einer maturaführenden Schule entscheiden, den demografisch bedingten Schwund der Zahl der Personen im typischen Maturaalter kompensieren. Bis 2030 werden voraussichtlich 41.000 Personen und damit rund 46 Prozent aller 18- bis 19-Jährigen eine Matura abschließen Im Jahr 2007 waren es rund 39 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Maturantinnen geht derzeit gleich an eine Universität, während der Großteil ihrer männlichen Kollegen nach Zivil- oder Präsenzdienst nach einem Jahr folgt. Vor allem AHS-Schüler zieht es nach der Matura in ein Hochschulstudium, 84 Prozent von ihnen wechseln innerhalb von drei Jahren an eine Hochschule - unter Absolventen von berufsbildenden höheren Schulen (BHS) sind es dagegen etwa 55 Prozent.

Nicht nur die Entscheidungen zum Besuch einer maturaführenden Schule, sondern auch jene für ein Hochschulstudium werden häufiger. Begannen im Studienjahr 2009/10 bereits mehr als 60 Prozent der 18- bis 21-Jährigen ein Studium, werden es 20 Jahre später bereits 70 Prozent sein. Bei den männlichen Studierenden steigt die Studienanfängerquote um zehn Prozentpunkte (von etwa 54 auf 64 Prozent), bei den Studienanfängerinnen um neun Prozentpunkte (67 auf 76).