Erstellt am 19. August 2013, 12:51

Zuneigung zur EU wächst laut Umfrage wieder. Die Österreicher können mit der EU wieder mehr anfangen.

Gab es vor zwei Jahren noch ein Unentschieden (47:47 Prozent) bei der Frage, ob der Beitritt zur Union richtig war, sind bei einer neuen Untersuchung von ecoquest die EU-Befürworter mit 52:41 wieder klar voran. Gerade unkritisch sehen die Österreicher die Union aber nicht, vor allem der Euro leidet unter Akzeptanzproblemen.

Die Mehrheit der Befragten ist nämlich dafür, dass die Gemeinschaftswährung entweder nur noch von wirtschaftsstarken Staaten betrieben oder überhaupt abgeschafft wird. Präsentiert wurde die Umfrage, die unter 1.000 Personen im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) durchgeführt wurde, am Montag im Rahmen des Forum Alpbach.

WKÖ-Präsident Leitl und Meinungsforscher Peter Ulram zeigten sich dabei überzeugt, dass die Union insgesamt nach den Turbulenzen im Zuge der Wirtschaftskrise in der österreichischen Bevölkerung wieder Fuß gefasst hat. So gaben immerhin gut zwei Drittel (67 Prozent) an, dass Österreich Mitglied der EU bleiben soll. Vor zwei Jahren waren es bloß 61 Prozent.

Für sich selbst sehen freilich nur 45 Prozent Vorteile durch die EU, 38 Prozent Nachteile. Für das Land insgesamt (56 Prozent) und die österreichische Wirtschaft (65 Prozent) glauben die Österreicher zu einem deutlich größeren Anteil, dass die Mitgliedschaft etwas bringt.

Weiter unter einem Image-Problem leidet der Euro. Zwar meinen die Österreicher, dass die Gemeinschaftswährung der Wirtschaft und dem Land durchaus etwas gebracht hat, für sich persönlich glauben aber 50 Prozent, dass der Euro nachteilig war, nur 41 Prozent erkennen Vorteile. So wollen dann auch nur 40 Prozent, dass alles so bleiben soll, wie es ist, also alle derzeitigen Euro-Länder die Währung behalten sollen. Gleich viele der Befragte sind für einen neuen Euro der wirtschaftlich starken Länder. Ganz aufgeben wollen die Einheitswährung allerdings nur 17 Prozent.