Erstellt am 24. Februar 2016, 04:04

von Werner Müllner

Zwei Manager für Landestourimus?. Für die kommende Tourismus GmbH wird Geschäftsführer gesucht. Tourismusverband bleibt bestehen, Baier bleibt Leiter.

 |  NOEN, Werner Müllner
Der Landesverband des Burgenland Tourismus wird in eine GmbH umgruppiert, notwendig wurde dies durch das neue Tourismusgesetz.

„… der Bestgereihte wird genommen“

Tourismuslandesrat Alexander Petschnig (FPÖ) dazu: „Der Akt ist so weit, dass die GmbH in den kommenden Tagen ins Firmenbuch eingetragen wird.“

Wer diese GmbH leiten wird, ist noch unklar. Petschnig: „Die Position wird in rund einem Monat ausgeschrieben und per Personalbüro wird nach der geeigneten Person gesucht.“ Er hält fest: „…der Bestgereihte wird genommen.“

x  |  NOEN, MUELLNER Werner
Der Landesverband des Burgenland Tourismus wird derzeit von Mario Baier geleitet, der erst im vergangenem Herbst einen mehrjährigen Vertrag bekommen hat. Petschnig auf die Frage, wie Baiers Zukunft aussieht: „Mario Baier wird Geschäftsführer des Landesverbandes bleiben.“

Der Landesverband soll auf ein Minimum zurückgefahren werden und muss erhalten bleiben, um bereits erhaltene EU-Förderungen abzuwickeln. Petschnig: „Die EU fördert nur Verbände und keine GmbH.“

Kritik wegen zu geringer Abgaben für Verbände

Ein anderer Punkt, der noch für Unklarheit sorgt, ist das neue Tourismusgesetz. Vor Kurzem tagte der neu gegründete Tourismusverband Golf- & Thermenregion Stegersbach und stieß sich an der neuen Aufteilung der Ortstaxe.

x  |  NOEN, BVZ


Jeder Gast muss pro Nacht 1,50 Euro bezahlen. Davon bekommt die Gemeinde 10 Prozent, vom Rest bekommt der regionale Tourismusverband 50 Prozent und von dem wiederum kann die Gemeinde wiederum 50 Prozent für „infrastrukturelle Maßnahmen“ einfordern. Unterm Strich bleiben 35 Cent.

Petschnig betont: „Beschluss unter Rot-Schwarz“

Richard G. Senninger, Obmann Tourismusverband Stegersbach: „Das neue Tourismusgesetz bringt zu wenig Geld für die Tourismusverbände. Die touristische Weiterentwicklung im Burgenland ist gefährdet.“

Petschnig: „Ich teile die Bedenken rund um die Ortstaxe und habe auch Stellung dazu bezogen. Dem Koalitionspartner war der Schritt aber wichtig, den Bürgermeistern diesen Obolus zukommen zu lassen. Aber: Das Gesetz wurde 2014/15 von ÖVP und SPÖ beschlossen und jetzt Monate danach kommt Kritik.“

Finanzielle Chancen für die regionalen Verbände sieht Petschnig in der EU: „Die Verbände vor Ort können nun auf den EU-Topf zugreifen, der mit vier Millionen Euro für Projekte und Ideen dotiert ist.“