Erstellt am 08. Juni 2012, 14:00

Zwischenbilanz über "Jahr der Sicherheit". Eine Zwischenbilanz über die Initiativen zum "Jahr der Sicherheit" im Burgenland hat am Freitag Landeshauptmann Hans Niessl gezogen. Er sei "sehr positiv überrascht" über das Feedback, sagte Niessl bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt.

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Zur Frage der Grenzkontrollen erklärte der Landeshauptmann, er unterstütze Innenministerin Johanna Mikl-Leitner "voll und ganz mit ihrem Vorhaben, nämlich dass auch in Zukunft der Grenzschutz und die Grenzkontrollen nationale Angelegenheit bleiben müssen."

"Es muss im eigenen Staat entschieden werden, ob es Grenzkontrollen gibt oder nicht. Das brauchen wir für ein hohes Maß an Sicherheit", sagte der Landeshauptmann. Am Europaplatz vor dem Landhaus machte am Freitag die Road Show des Vereins Nachbarschaftshilfe Sicherheit Station.

Auf die Homepage http://www.sicherimburgenland.at , die als Informationsplattform fungieren soll, gebe es sehr viele Zugriffe, berichtete Niessl. Das Burgenland habe auch bereits eine Versicherung für die Freiwilligen eingeführt. Bisher hätten sich dafür 1.500 Personen gemeldet. Die Versicherung soll beispielsweise bei Unfällen, die im Zuge von Auf- oder Abbauarbeiten für Veranstaltungen von Vereinen passieren, für den Schaden aufkommen. Mit Experten werde eine Sicherheitsstrategie für das Burgenland erarbeitet. In nächster Zeit werde es auch eine Übung unter Einbindung der Landessicherheitszentrale geben, wo der "Ernstfall" geprobt wird, kündigte Niessl an.

Im Rahmen der Road Show, die mit einem Truck an 20 Orten Station macht, wird die Bevölkerung in Expertengesprächen zum Thema Sicherheit informiert, so Jürgen Karall, Obmann des Vereins Nachbarschaftshilfe Sicherheit. Partner sind dabei auch der Zivilschutzverband und das Innenministerium. Besucher können sich auch speziell über die Themen Sicherheit für die Familie, im Eigenheim und in der digitalen Welt informieren, erläuterte Karall.

Die Kriminalitätsstatistik zeige, dass das Burgenland im Vergleich zu den anderen Bundesländern mit Kriminalität "relativ gering" belastet sei, erklärte der stellvertretende Sicherheitsdirektor Ronald Reiter. "Auf der anderen Seite orten wir aber doch das eine oder and andere Defizit im Bereich subjektives Sicherheitsgefühl." Im Rahmen einer "Partnerschaft für Sicherheit" zwischen der Exekutive und den Sicherheitsbehörden sowie der Zivilgesellschaft sei Bürgerbeteiligung sehr wichtig: "Wir sehen auch schon erste Erfolge im Bereich Eigentumskriminalität, im Bereich Bekämpfung der illegalen Migration, dass wir gute und sinnvolle Hinweise aus der Bevölkerung bekommen haben."