Erstellt am 27. Juni 2013, 16:05

1.800 Alpine-Mitarbeiter können aufatmen. 1.800 Mitarbeiter der insolventen Alpine Bau können schon einmal aufatmen.

Bei den angestrebten regionalen Auffanglösungen in den Bundesländern kommen aller Voraussicht nach die oberösterreichische Habau, die ebenfalls oberösterreichische Swietelsky und das Salzburger Bauunternehmen Hinteregger zum Zug. Insgesamt betreibt Alpine rund 1.400 Baustellen in Österreich, von denen viele derzeit ruhen.

Der entsprechende Antrag auf Zustimmung sei nun beim Gläubigerausschuss eingegangen, sagte Insolvenzexperte Hans-Georg Kantner vom Kreditschutzverband 1870 am Donnerstag. Unterdessen zeichnet sich im Ringen um eine Lösung für die Tiroler Niederlassung der Alpine eine Lösung ab. Laut Landeshauptmann Platter befinden sich die Gespräche in der "Zielgeraden". Das Kufsteiner Bauunternehmen Bodner habe ein entsprechendes Angebot an den Masseverwalter Stephan Riel übermittelt. Bis zu drei Viertel der rund 450 Mitarbeiter könnten übernommen werden, hieß es.

Insgesamt betreibt Alpine rund 1.400 Baustellen in Österreich - ein Gutteil davon steht vorerst noch still, den Bauherrn ist mit der Milliardenpleite des Bauriesen vielfach der Generalunternehmer abhandengekommen. Die Aufteilung von Baustellen und Unternehmensteilen befindet sich aber den Gläubigerschützern zufolge bereits in der Zielgeraden. Der Masseverwalter prüft derzeit noch die Angebote.

Bei fast einem Drittel der Baustellen (rund 400) gibt es ohnehin keine Probleme - dort sind bereits die Partner der Arbeitsgemeinschaften eingesprungen. Von der Pleite der Alpine sind in Österreich insgesamt 4.905 Arbeitnehmer unmittelbar betroffen.

Inklusive der nicht-insolventen Gesellschaften und Beteiligungen beschäftigt die Alpine-Gruppe in Österreich rund 7.500 Mitarbeiter, international sind es etwa 15.000.