Erstellt am 01. Juli 2012, 09:37

1. Halbjahr 2012: Zehn Prozent weniger Todesopfer im Straßenverkehr. 221 Menschen sind laut vorläufigen Zahlen im ersten Halbjahr 2012 bei Verkehrsunfällen auf Österreichs Straßen getötet worden.

Das bedeutet einen Rückgang bei den Todesopfern um rund zehn Prozent und ist das absolut niedrigste Zwischenergebnis seit Bestehen der amtlichen Statistik, sagte Otmar Bruckner vom Verkehrsdienst im Innenministerium. In den vergangenen 15 Jahren hat sich die Zahl der Toten im Halbjahresvergleich halbiert.

Deutliche Rückgänge zeichnen sich vorläufig in den Bundesländern Niederösterreich und Oberösterreich ab. Mehr Todesopfer gab es in Kärnten und Salzburg zu beklagen. Mehr als die Hälfte der Getöteten sind Pkw-Lenker oder Insassen, gefolgt von Fußgängern, Motorradfahrern und Radfahrern. Besonders gefährdet sind Jugendliche (15 bis 26 Jahre) und ältere Verkehrsteilnehmer (über 60 Jahre).

Die unfallträchtigste Jahreszeit ist der Sommer. Durch das erhöhte Verkehrsaufkommen in der Ferien- und Reisezeit erreicht die Zahl der Todesopfer in diesem Zeitraum den Höchststand. Die meisten Unfälle ereignen sich laut Innenministerium auf den ehemaligen Bundes- und Landesstraßen - und da vor allem am Wochenende. Schnellfahren, Vorrangverletzungen und Ablenkungen sind die Top Drei der tödlichen Unfallursachen.

Als Gründe für den Rückgang der Getöteten-Zahlen in den vergangenen Jahren führte Bruckner die verbesserte Fahrzeugsicherheit und Rettungswesen, die Sanierung von Unfallhäufungsstellen und die vermehrte polizeiliche Präsenz und Kontrollen an.