Erstellt am 03. Januar 2014, 12:22

11.000 Anfragen beschäftigten 2013 die AK-Konsumentenschützer. Knapp 11.000 Anfragen – etwas weniger als 2012 – haben im Vorjahr die Konsumentenschützer der Arbeiterkammer Burgenland beschäftigt.

Die häufigsten Probleme der Verbraucher betrafen Dienstleistungen (21 Prozent der Anfragen), Käufe (17 Prozent) und den Bereich der Telekommunikation (12 Prozent), berichtete die Leiterin der AK-Konsumentenberatung, Eva Schreiber, am Freitag in Eisenstadt.

Ein großes Thema seien weiterhin Probleme nach einem Kauf. "Da müssen wir nach wie vor immer wieder feststellen, dass den Konsumenten berechtigte Gewährleistungsansprüche vorenthalten werden", so Schreiber. Aufgrund des hohen Prozesskostenrisikos würden nur wenige Konsumenten ihr Recht gerichtlich durchsetzen.

Ein zunehmend auftretendes Problem sei die geplante Obsoleszenz. Dabei würden bewusst Schwachstellen in Geräten eingebaut, die Reparaturkosten trage dann der Konsument.

Die AK setze sich für eine Beweislastumkehr ein: Künftig sollte der Händler bis zum Ende der Gewährleistungsfrist nachweisen müssen, dass das Gerät beim Kauf in Ordnung war. "Das würde die Chance auf Rechtsdurchsetzung für den Konsumenten wesentlich verbessern", meinte Schreiber. Zusätzlich erhoffe man sich durch so eine Regelung, "dass die Händler einen gewissen Druck gegenüber den Herstellern aufbauen."

In über 800 Fällen mussten die AK-Konsumentenschützer intervenieren. Die Zahl der Interventionen sei zwar fast gleich geblieben, der damit verbundene Aufwand steige jedoch erheblich, berichtete Arbeiterkammerpräsident Alfred Schreiner.

Von der neuen Bundesregierung und vom Nationalrat fordert die AK die rasche Umsetzung der Gruppenklage. Weiters solle eine Regelung geschaffen werden, dass telefonisch abgeschlossene Verträge nur die Gültigkeit erlangen, wenn sie vom Konsumenten schriftlich bestätigt wurden, so Schreiner.

Die Arbeiterkammer fordert auch einen besseren Schutz im Fall der Insolvenz von Firmen, bei denen Verbraucher bereits eine Anzahlung geleistet haben. Werde die Firma insolvent, sei der Betrag für den Konsumenten zum Großteil verloren. Anzahlungen sollten daher ähnlich der Regelung bei Reiseveranstaltern gesichert sein.