Erstellt am 03. Juni 2012, 09:54

120 Piloten und 221 Flugbegleiterinnen gehen. Bis Samstag Mitternacht haben die Piloten und Flugbegleiterinnen und -begleiter der AUA entscheiden müssen, ob sie den Betriebsübergang auf Tyrolean mitmachen oder die AUA verlassen.

120 Piloten und 221 Flugbegleiter werden laut AUA das Unternehmen verlassen. AUA-Chef Jaan Albrecht geht davon aus, dass der mit 1. Juli anberaumte Flugbetriebsübergang rund 100 Millionen Euro kostet. Insgesamt beschäftigt die Gruppe (AUA/Tyrolean) rund 1.000 Piloten und mehr als 2.000 Flugbegleiterinnen und -begleiter. Die AUA teilte zugleich mit, den Sommerflugplan unverändert zu lassen. Man könne den Abgang ohne Einschränkungen verkraften. Vorstandschef Albrecht drückte aber sein Bedauern über die Selbstkündigungen aus. "Es tut mir leid, dass einige Mitarbeiter die Abfertigung einer guten Zukunft bei Austrian Airlines vorziehen", so Albrecht in der Mitteilung. "Die große Mehrheit der Mitarbeiter hat aber Ja zu Austrian gesagt - und das freut mich."

Für einen Ersatz der abgehenden Bord-Mitarbeiter setzt die AUA bereits an mehreren Stellen an. Dazu gehörte die Auflösung der Teilzeitarbeit bei Tyrolean, die Umschulung von Piloten auf andere Flugzeuge, und auch der stärkere Einsatz von Führungskräften, da ausgebildete Piloten ja zum Teil in anderen Managementfunktionen eingesetzt sind. Im Sommer sollen auch Flugzeuge samt Crews von der Lufthansa eingesetzt werden.

AUA-Chef Albrecht geht davon aus, dass der mit 1. Juli anberaumte Flugbetriebsübergang von Austrian auf Tyrolean rund 100 Millionen Euro kostet, inklusive der Abfertigungen nach den Selbstkündigungen von Piloten und Flugbegleiterinnen und -begleiter.