Erstellt am 21. Juni 2011, 14:23

13 Prozent der Österreicher halten Aktien. Rund 13 Prozent der Österreicher sind mit Aktien entweder direkt an Unternehmen beteiligt oder indirekt via Aktienfonds. Diesen 967.000 Anlegern steht eine große Mehrheit gegenüber, die nichts von dieser Form der Geldanlage hält, so das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS im Auftrag des Aktienforums.

Rund 13 Prozent der Österreicher sind mit Aktien entweder direkt an Unternehmen beteiligt oder indirekt via Aktienfonds. Diesen 967.000 Anlegern steht eine große Mehrheit gegenüber, die nichts von dieser Form der Geldanlage hält, so das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts IMAS im Auftrag des Aktienforums.

"75 Prozent der Bevölkerung haben derzeit keinerlei Interesse an Aktien und der Finanzberichterstattung", sagte Peter Schiefer, Geschäftsführer des Aktienforums, am Dienstag. In Deutschland liegt die Zahl der Wertpapierbesitzer laut Deutschem Aktieninstitut bei 12,6 Prozent.

"Man sollte die Aktie als Vorsorgeinstrument fördern", fordert Schiefer. Er wünscht sich von der Politik eine Informationskampagne, um den Österreichern Wertpapiere schmackhaft zu machen. Momentan fehle das Wissen, dabei sei gerade die Aktie "ein recht simples Produkt", so Schiefer.

Notwendig sei aber auch die Entschärfung der neuen Kurs-Gewinn-Steuer auf Erträge aus Aktien und anderen Dividendenpapieren. Verluste und Anschaffungskosten gehörten berücksichtigt, um die privaten Anleger nicht zu vergraulen, so Schiefer. Auch fordert er für Langzeitbesitzer von Wertpapieren eine Steuerbefreiung. "Wenn man eine Aktie fünf oder zehn Jahre hält, sollte man keine Wertpapier-KESt zahlen."

Ins gleiche Horn stößt die Wiener Börse. "Wir werden nicht müde zu betonen, dass die Wertpapier-KESt, wie sie momentan geplant ist, Gift für den österreichischen Kapitalmarkt ist", so Vorstand Heinrich Schaller. Auch Finanzministerin Fekter kritisierte die neue Kurs-Gewinn-Steuer: "Der Kapitalmarkt: Den haben wir mit der Wertpapier-KESt ramponiert", so Fekter im "Standard". Die 25-Prozent-Steuer auf Kursgewinne, die Inhaber von Wertpapieren mit Sparbuchbesitzern gleichstellt, soll nach dem Willen der Regierung im April 2012 kommen, sechs Monate später als geplant.