Erstellt am 14. Juli 2015, 12:08

von APA/Red

Burgenländische Firma Hotwell insolvent. Die Hotwell Handelsgesellschaft m.b.H. mit Sitz im burgenländischen Klingenbach hat beim Landesgericht Eisenstadt ein Konkursverfahren eröffnet.

 |  NOEN, Erwin Wodicka

Laut Aussendung des Alpenländischen Kreditorenverbandes sind etwa 70 Gläubiger mit Gesamtforderungen in der Höhe von 18 Mio. Euro betroffen, hieß es am Montag.

Weltweit führender Produzent bei Messsonden

Bei der seit 1990 bestehenden Firma Hotwell handelt es sich um einen der weltweit führenden Produzenten im Bereich der Herstellung und Entwicklung von Messsonden für Bohrlochmessungen.

Das Unternehmen ist laut AKV Europa international tätig und verfügt über Niederlassungen unter anderem in den USA, in China sowie in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Insolvenzursache muss erst überprüft werden

Sowohl die Insolvenzursachen als auch die aktuellen Vermögensverhältnisse müssen im Zuge des Verfahrens erst überprüft werden. Ein Antrag auf Sanierung wurde zunächst nicht eingebracht. Ob ein solcher geplant sei, könne noch nicht gesagt werden, hieß es in der Pressemitteilung.

Zum Masseverwalter wurde Dr. Klaus Dörnhöfer in Eisenstadt bestellt. Insolvenzforderungen sind spätestens bis zum 21. September beim Landesgericht Eisenstadt anzumelden.

Iran-Sanktionen nicht verkraftet

Das Unternehmen soll internationale Iran-Sanktionen nicht verkraftet und deshalb Konkurs angemeldet haben. Als weiterer Grund für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wurden erhebliche Forderungsausfälle auch aufgrund von Kriegshandlungen im Irak genannt, teilte der Alpenländischen Kreditorenverband am Dienstag mit.