Erstellt am 24. Juli 2013, 00:00

2.300 neue Jobs im Süden. Wirtschaft / Industriegebiet Rudersdorf bekommt Zuwachs. Der US-amerikanische Konzern „Emerson“ plant auf zehn Hektar die Errichtung eines Logistik- und Versandzentrums.

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Von Carina Ganster

RUDERSDORF / Der US-amerikanische Konzern „Emerson“ ist daran interessiert, im Industriegebiet der südburgenländischen Gemeinde Rudersdorf (Bezirk Jennersdorf) ein neues Logistik- und Versandzentrum zu errichten. Nach ersten Informationen sollen bis zu 2.300 feste Arbeitsplätze in der Region entstehen.

„Die Gespräche über eine direkt an der zukünftigen Schnellstraße S7 gelegene und daher sehr attraktive Gewerbefläche laufen derzeit“, erklärt Bürgermeister Franz E. Tauss. Eine Entscheidung über eine mögliche Umsetzung soll in den kommenden Monaten fallen. Die Fläche von rund zehn Hektar wurde in der vergangenen Raumplanungssitzung des Landes aber noch nicht gewidmet.

Flächenwidmung noch nicht abgeschlossen 

„Wir sind derzeit damit beschäftigt, die Auflagen des Landes zu erfüllen, einen solchen Interessenten kann man nicht ziehen lassen. Auch wenn die Verhandlungen noch nicht weit fortgeschritten sind, sehen wir eine realistische Chance. Das wäre einmalig für die Region“, hält sich der Enthusiasmus bei Bürgermeister Tauss noch in Grenzen. Die Firma sei sehr an dem Standort interessiert, entscheiden muss aber die Firmenleitung, die in Amerika sitzt, erzählt Tauss.

Doch wie kam der Konzern eigentlich auf die Gemeinde Rudersdorf, wollte die BVZ wissen. Tauss lächelt: „Wir haben mit einigen steirischen Gemeinden, darunter auch Fürstenfeld, die Impulsregion aufgebaut. Die Impulsregion vermittelt provisionsfrei sofort verfügbare Industrie- und Gewerbegrundstücke. Wir haben mit dieser Plattform in bayrischen Medien geworben und so ist der amerikanische Konzern auf uns aufmerksam geworden“, erklärt Tauss. Ursprünglich sollte sich die Firma „Emerson“ nämlich in Deutschland ansiedeln.

Die Nähe zur Grenze in den Osten hat das Interesse der Firma dann aber glücklicherweise ins Burgenland verlagert. Sollte es tatsächlich zur Ansiedlung kommen, „wäre das für den Arbeitsmarkt ein Glanzstück — sowohl für Rudersdorf als auch für ganze Region“, meint Tauss. Diese Größenordnung wäre für den Bezirk Jennersdorf eine der größten Neuansiedlungen eines Unternehmens.